Während Pandemie: Alain Berset brauchte rund um die Uhr Personenschutz

Aktualisiert

Während PandemieAlain Berset brauchte rund um die Uhr Personenschutz

Weil er während der Pandemie zur Zielscheibe von Anfeindungen und Drohungen wurde, haben Elitepolizisten den Bundesrat rund um die Uhr streng bewacht. Sie sind sogar mit auf Wanderschaft. 

1 / 4
Alain Bersets Leben hat sich seit der Pandemie wohl verändert. (Archivbild)

Alain Bersets Leben hat sich seit der Pandemie wohl verändert. (Archivbild)

20min/Marco Zangger
Während der Pandemie wurde er zur Zielscheibe für Drohungen und Anfeindungen. (Archivbild)

Während der Pandemie wurde er zur Zielscheibe für Drohungen und Anfeindungen. (Archivbild)

AFP
Er wurde deswegen rund um die Uhr von der Polizei beschützt. (Archivbild)

Er wurde deswegen rund um die Uhr von der Polizei beschützt. (Archivbild)

20 Minuten

Darum gehts

Als der Bundesrat im Kampf gegen die Pandemie im September 2021 mit der Zertifikatspflicht das öffentliche Leben für Ungeimpfte stark einschränkte, sorgte das bei vielen für massiven Unmut. Während das Bundesamt für Polizei 2019 noch 246 Drohungen gegen Mitglieder des Bundesrats, des eidgenössischen Parlaments und der Bundesverwaltung zählte, stieg diese Zahl 2021 auf 1215 an. 

Auch Simonetta Sommaruga gab in der Rede zu ihrem Rücktritt zu, dass der Ton rauer werde und die Regierungsmitglieder deshalb bei vielen Auftritten Personenschutz haben, wie die «SonntagsZeitung» schreibt.

Berset wurde am besten bewacht

Doch Berset wurde wohl wegen seiner Präsenz während der Pandemie zur Zielscheibe für Anfeindungen und Drohungen. In einem anonymen Brief soll sogar der Schulweg seiner Kinder detailliert beschrieben worden sein – deshalb wurde er auch am besten bewacht. Wie Tamedia exklusiv erfahren haben soll, wurde er auch in seinem Chalet im Kanton Waadt, wo er Ferien machte, von Elitepolizisten beschützt.

Diese sollen als Wanderer getarnt sogar auf die Ausflüge in die Alpen mitgegangen sein. In der Nacht wurden die Elitepolizisten in Airbnbs im Dorf untergebracht. Über die Kosten konnte die Zeitung nichts in Erfahrung bringen – diese bleiben geheim. Mittlerweile soll das Sicherheitsdispositiv aber wieder etwas gelockert worden sein.

Bist du oder ist jemand, den du kennst, von sexualisierter, häuslicher, psychischer oder anderer Gewalt betroffen?

Hier findest du Hilfe:

Polizei nach Kanton

Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz

Lilli.ch, Onlineberatung für Jugendliche

Frauenhäuser in der Schweiz und Liechtenstein

Zwüschehalt, Schutzhäuser für Männer

LGBT+ Helpline, Tel. 0800 133 133

Alter ohne Gewalt, Tel. 0848 00 13 13

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Beratungsstellen für gewaltausübende Personen

(sys)

Deine Meinung