Polizei-Einsatz in Zürich: Alarm an jüdischer Schule wegen belgischem Auto
Aktualisiert

Polizei-Einsatz in ZürichAlarm an jüdischer Schule wegen belgischem Auto

Grosse Aufregung in Zürich: Polizisten mit Maschinenpistolen stehen vor einer jüdischen Schule. Grund ist ein verdächtiges Fahrzeug – laut Augenzeugen stammt es aus Belgien.

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ced/zed

Die Strasse vor der jüdischen Schule im Zentrum von Zürich ist gesperrt. (Video: Alice Grosjean)

An der Schöntalstrasse in Zürich herrscht seit heute Morgen Ausnahmezustand. Die Strasse vor der jüdischen Tagesschule im Zentrum von Zürich ist abgesperrt. Vor der Schule stehen mehrere Polizisten mit Maschinenpistolen – auch Einsatzkräfte einer Spezialeinheit sind anwesend. Der Hintereingang wird streng bewacht, wie eine Reporterin vor Ort beobachtet.

Laut Marco Cortesi, Sprecher der Stadtpolizei Zürich, hat sich am Mittwochnachmittag eine verdächtige Person vor der Schule aufgehalten. Im Verlauf des Tages seien weitere verdächtige Personen und Fahrzeuge aufgefallen. Die Strasse vor der Schule wurde deshalb vorübergehend gesperrt. Cortesi: «Die Situation wird nun genau beobachtet.»

Das verdächtige Fahrzeug hatte laut Augenzeugen ein belgisches Kennzeichen, wie TeleZüri in einer Mitteilung schreibt. Cortesi bestätigt dies gegenüber dem TV-Sender. Bei den Anschlägen in Paris Mitte November waren die Terroristen ebenfalls mit belgischen Fahrzeugen unterwegs. Zudem soll eine verdächtige Person gemäss den Augenzeugen auffallend viele Fotos vom Schulgebäude gemacht haben.

Weitere Sicherheitsmassnahmen eingeleitet

Bis jetzt liegen laut einer Mitteilung der Polizei keine Hinweise auf strafbare Handlungen vor. Die Sperre der Schöntalstrasse wird voraussichtlich in den nächsten Stunden aufgehoben. Die Polizei hat aber in Absprache mit den Verantwortlichen der Schule weitere Sicherheitsmassnahmen eingeleitet.

Die Mutter eines Schülers ist froh, dass die Polizei umgehend eingegriffen hat. «Die Polizei sollte an jüdischen Schulen in der Schweiz sowieso präsenter sein», sagt sie vor Ort. Im Gegensatz zum Ausland würden diese hierzulande nur wenig bewacht.

Ein Rabbi ist mit dem Vorgehen der Polizei zufrieden: «Ich bin jetzt schon etwas ruhiger als noch vor ein paar Stunden. Wir fühlen uns beschützt.» Die jüdische Gemeinschaft sei es leider gewohnt, hin und wieder Zielscheibe von Angriffen zu sein. Daher sei es nötig, dass die Schule auch an normalen Tagen von Security-Kräften bewacht werde.

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