Alarm bei der Feuerwehr – oft viel Rauch um nichts

Aktualisiert

Alarm bei der Feuerwehr – oft viel Rauch um nichts

Zigarettenrauch, Abgase oder Kochdämpfe halten die Basler Berufsfeuerwehr auf Trab: Nur bei etwa jedem siebten Alarm brennt es wirklich.

Eines der jüngsten Beispiele: Im Foyer des Kinos Capitol wurde letzte Woche in der Pause derart gequalmt, dass der Rauchmelder losging und die Feuerwehr anrückte. Seit Anfang Jahr musste die Basler Berufsfeuerwehr wegen 32 solcher «falscher» Brandmeldungen ausrücken. Im letzten Jahr stellten sich von insgesamt 846 Brandmeldungen 723 als ungefährlich heraus – die Feuerwehr musste «nur» 123-mal eingreifen.

Ursachen für die falsche Alarmauslösung bei Brandmeldern gibt es viele: «Oft sind dichter Zigarettenrauch, Abgase, Toaster oder Dampf beim Backen die Auslöser», weiss Feuerwehreinsatzleiter Hans E. Stauffiger. Dazu kommen Fehlfunktionen von Brandmeldern. «Wir hatten zum Beispiel mit dem komplizierten Brandmeldesystem des Messeturms anfänglich Probleme», erklärt Klaus Mannhart, Sprecher des Polizei- und Militärdepartements. Die Kosten für einen Einsatz bei Fehlalarm von 620 Franken würden dem Verursacher verrechnet.

Christian Degen

Brand löschte sich selbst

Am Freitagmorgen kam es am Unterwartweg 17 in Muttenz zu einem Brand. Ein Mieter im 9. Stock hatte kurz vor dem Verlassen der Wohnung einen Aschenbecher mit nicht vollständig gelöschter Zigarettenglut in den Abfalleimer geleert. In der Folge entzündete sich der Inhalt des Eimers und der Brand griff auf die Küchenkombination über. Weil das Feuer aber auch Wasserleitungen beschädigte, trat Wasser aus und löschte die Flammen.

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