Alcan streicht 70 Arbeitsplätze
Aktualisiert

Alcan streicht 70 Arbeitsplätze

Der kanadische Alcan-Konzern streicht das Wagenkasten-Geschäft in der Schweiz zusammen.

Entwicklung und Vermarktung werden aufgegeben, weitergeführt wird nur der Service, wie Alcan am Donnerstag bekannt gab. In Zürich-Altstetten fallen über 90 Jobs weg.

Alcan-Sprecher Albert Klinkhammer begründete die Restrukturierung mit der Veränderung des Marktumfeldes. Nach der Konsolidierung des europäischen Schienengeschäfts hätten die führenden Unternehmen das Karosserie-Engineering zum Teil selbst übernommen. Dass die Probleme der Alcan-Wagenkastensparte einen Zusammenhang mit dem Debakel mit den Combino-Trams haben könnte, stellte Klinkhammer in Abrede: «Wir reagieren nur auf die Veränderung des Umfeldes», sagte er.

Gemäss dem Restrukturierungsplan erhalten 20 der betroffenen 91 Angestellten in den Geschäftseinheiten Alcan Extruded Products und Alcan Composites Structures eine neue Anstellung. Dadurch sollen Verkauf und Vertrieb der Wagenkasten für Bahn- und Buskunden aufrechterhalten werden. Der Bereich Alcan Mass Transportation Systems soll innerhalb der kommenden zwölf Monate sukzessive eingestellt werden. Rund 70 Arbeitsplätze gehen verloren. Alcan beschäftigt in der Schweiz rund 3.000 Personen.

Der Verband der Angestellten in der Maschinenindustrie VSAM forderte die Prüfung einer Betriebsübertragung oder eines Management-Buyouts, bevor Stellen gestrichen werden. Im anstehenden Konsultationsverfahren müssten alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, hiess es in der Mitteilung des VSAM. Für den Fall, dass es doch zum Stellenabbau komme, sei mit der Arbeitnehmervertretung ein angemessener Sozialplan auszuhandeln.

(dapd)

Deine Meinung