Nutri-Score: Aldi Suisse führt die Lebensmittelampel ein
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Nutri-ScoreAldi Suisse führt die Lebensmittelampel ein

Eine farbliche Kennzeichnung soll schneller erkennbar machen, wie gesund einzelne Lebensmittel sind. Als erster Detailhändler will Aldi den Nutri-Score nächstes Jahr einführen.

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Am 27. August 2019 kündigte Aldi Suisse an, den sogenannten Nutri-Score ab 2020 einzuführen.

Am 27. August 2019 kündigte Aldi Suisse an, den sogenannten Nutri-Score ab 2020 einzuführen.

Keystone/Laurent Gillieron
Die Lebensmittelampel würde dem Kunden ermöglichen, schneller zwischen gesunden und weniger gesunden Produkten zu unterscheiden.

Die Lebensmittelampel würde dem Kunden ermöglichen, schneller zwischen gesunden und weniger gesunden Produkten zu unterscheiden.

Christophe Gateau
Alain Berset, der dem Departement des Innern vorsteht, hat sich im Juni 2019 für eine transparentere Kennzeichnung von Nahrungsmitteln ausgesprochen.

Alain Berset, der dem Departement des Innern vorsteht, hat sich im Juni 2019 für eine transparentere Kennzeichnung von Nahrungsmitteln ausgesprochen.

Keystone/Salvatore di Nolfi

Aldi Suisse führt als erster Schweizer Detailhändler die Nährwertkennzeichnung Nutri-Score ein. Wie der Discounter am Mittwoch im Rahmen des dritten Runden Tisches zur «Erklärung von Mailand» bekannt gab, will er im Verlauf des kommenden Jahres testweise die sogenannte Lebensmittelampel einführen.

Die Deklaration des Nutri-Score sei vorerst auf Produkten der beiden Eigenmarken «Good Choice» und «Fresh Cut» vorgesehen. Nach Abschluss der Testphase sei eine Ausweitung auf weitere Warengruppen denkbar, heisst es in einer Medienmitteilung.

Migros und Coop wollen keine Lebensmittelampel

Der Nutri-Score ist eine farbliche Kennzeichnung, die dem Konsumenten hilft, schneller zu erkennen, wie gesund einzelne Lebensmittel sind. Einzelne Hersteller – darunter der französische Produzent Danone – kennzeichnen ihre Lebensmittel bereits mit dem Nutri-Score.

Doch eine flächendeckende Einführung ist in der Schweiz vorerst vom Tisch, wie 20 Minuten vor einigen Wochen berichtete. Widerstand gab es von der IG Detailhandel, der unter anderem Coop, Migros, Denner und Manor angehören. Man sei gegenüber der Einführung einer Ampel kritisch. «Solche Systeme nehmen keine Rücksicht auf die individuellen Ernährungsbedürfnisse», sagte Sprecherin Athéna Martinez gegenüber der «SonntagsZeitung».

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