Aktualisiert 14.09.2016 10:03

Kongress in Athen

Aleksander Ceferin ist neuer Uefa-Präsident

Der Slowene war bisher nur Insidern bekannt. Jetzt haben ihn die Uefa-Mitgliedsverbände zum Nachfolger von Michel Platini gekürt.

von
woz
Ging als Favorit ins Rennen: Der Slowene Aleksander Ceferin, hier bei einer Pressekonferenz in Ljubljana. (3. Juni 2016)

Ging als Favorit ins Rennen: Der Slowene Aleksander Ceferin, hier bei einer Pressekonferenz in Ljubljana. (3. Juni 2016)

Keystone

Der Slowene Aleksander Ceferin wurde beim ausserordentlichen Kongress in Athen zum neuen Uefa-Präsidenten gewählt. Der 48-Jährige folgt auf den Franzosen Michel Platini, der wegen seiner Sperre durch die Fifa-Ethikkommission seinen Posten hatte räumen müssen.

Ceferin setzte sich bei der Wahl in der griechischen Hauptstadt klar mit 42:13 Stimmen gegen den einzigen Konkurrenten, den 68-jährigen Niederländer Michael van Praag, durch. Die (verkürzte) Amtszeit von Ceferin dauert bis zum März 2019. Dann hätte das Mandat von Platini geendet.

«Wächter des schönen Spiels»

Ceferin krönte damit seine Blitzkarriere vom bislang nur Insidern bekannten slowenischen Verbandschef zu einer der einflussreichsten Figuren im internationalen Fussball-Geschäft. «Wir sind die Wächter des schönen Spiels. Diese Verantwortung ist mein Kompass und ich möchte die Balance zwischen allen Akteuren bewahren», sagte Ceferin in seiner eher sachlichen Wahlrede.

In seiner ersten Amtszeit muss er die Uefa angesichts der Skandalwirren um Vorgänger Platini und der Unzufriedenheit vieler kleiner Verbände im Verteilungskampf um die Champions-League-Milliarden nach innen wie aussen stabilisieren.

Kein Showman

Ceferin deutete einen Vier-Punkte-Plan an, der unter anderem die Diskussion über Mandatsbeschränkungen und die Einführung einer Compliance-Abteilung vorsieht. Kritik an fehlender Erfahrung im Funktionärsbusiness wies er zurück. «Wenn man immer laut sagt, ein Anführer zu sein, ist man es wahrscheinlich nicht», betonte der Rechtsanwalt. «Ich bin kein Showman, keine Egomane und kein Mann unhaltbarer Versprechen», ergänzte er. (woz/sda)

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