Trainer Alex Frei: Für den FCB gehts um viel Geld – «Bin Trainer und nicht Finanzchef»

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Trainer Alex FreiFür den FCB gehts um viel Geld – «Bin Trainer und nicht Finanzchef»

Bleibt der FC Basel am Donnerstag in der Conference-League-Quali an Bröndby hängen, fehlen mindestens einbudgetierte 4,2 Millionen Franken in der Kasse. In Panik verfallen will Trainer Alex Frei deshalb aber nicht. 

von
Lucas Werder
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Alex Frei spricht vor dem Rückspiel gegen Bröndby von einem «unglaublich wichtigen Spiel». 

Alex Frei spricht vor dem Rückspiel gegen Bröndby von einem «unglaublich wichtigen Spiel». 

Marc Schumacher/freshfocus
Auswärts unterlag der FCB im Hinspiel mit 0:1.

Auswärts unterlag der FCB im Hinspiel mit 0:1.

Anders Kjaerbye/freshfocus
Trotz guter Leistung blieben die Basler am Ende ohne Tor.

Trotz guter Leistung blieben die Basler am Ende ohne Tor.

Anders Kjaerbye/freshfocus

Darum gehts

Ob es das wichtigste Spiel seiner bisherigen Trainerlaufbahn sei, wird Alex Frei vor dem Rückspiel in der Conference-League-Quali gegen Bröndby gefragt. Der FCB-Coach muss lange überlegen und verneint schliesslich: «Ich habe schon Spiele gegen den Abstieg oder um den Aufstieg erlebt», erklärt Frei. «Aber natürlich ist auch das jetzt ein unglaublich wichtiges Spiel.» 

Gerade aus wirtschaftlicher Sicht steht für den FC Basel am Donnerstag sehr viel auf dem Spiel. Die Teilnahme an der Gruppenphase würde dem in Schieflage geratenen Club 2,8 Millionen Franken in die Kasse spülen. Nochmals 1,4 Millionen gäbe es aufgrund einer speziellen Koeffizienten-Prämie für internationale Erfolge aus den letzten zehn Jahren. Das macht also schon mal 4,2 Millionen reine Antrittsgage – Punkteprämien und Zuschauereinnahmen noch nicht mitgerechnet.

Europa-Millionen sind einbudgetiert

Obwohl sich Alex Frei der Wichtigkeit des Spiels bewusst ist, will der 43-Jährige nicht über Zahlen reden. «Ich bin Trainer und nicht Finanzchef», sagt der FCB-Trainer. Zum Glück – denn Mirko Brudermann, der Mann für die Zahlen beim FCB, dürfte in Anbetracht eines möglichen Ausscheidens ähnlich nervös sein wie Club-Boss David Degen. Die Einnahmen aus dem europäischen Wettbewerb hatte man zu Jahresbeginn fix einbudgetiert.

Fliegt der FCB nun aber schon in der dritten Quali-Runde raus, müssen entweder mehrere Spieler verkauft werden oder die Basler Aktionäre rund um Degen müssen in die eigene Tasche greifen. «Es ist aber nicht so, dass wir bei einem Ausscheiden den Schlüssel abgeben und der FCB in der fünften Liga neu anfangen muss», stellt Frei klar. Es gäbe auch in diesem Fall verschiedene Lösungsszenarien. 

Frei ist optimistisch

Damit der FCB weiter von den Europa-Millionen träumen darf, braucht es nach dem 0:1 vor einer Woche einen Sieg. Die von Frei sehnlichst erwartete Initialzündung, zu der am letzten Sonntag beim torlosen Remis gegen YB nur wenig gefehlt hatte, soll nun am Donnerstagabend im Joggeli erfolgen. «Ich bin unglaublich optimistisch», erklärt der FCB-Trainer. «Die Jungs sind gierig und wollen sich präsentieren. Es ist etwas am Wachsen.»

Ein Einzug in die Playoff-Runde wäre da der optimale Dünger – und bringt die Basler einen grossen Schritt näher an die dringend benötigten Millionen. In der letzten Quali-Runde würden mit ZSKA Sofia (Bulgarien) oder St. Patrick's Athletic (Irland) zwei nominell deutlich schwächere Gegner als Bröndby warten. Das Hinspiel hatten die Iren überraschend auswärts mit 1:0 für sich entschieden.  

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