Nati-Camp: Alex Frei will endlich wieder spielen
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Nati-CampAlex Frei will endlich wieder spielen

Im Stadion des lokalen Challenge-League-Klubs St. Gallen bereiteten sich die Schweizer auf den letzten Test des Jahres gegen Finnland vor. Captain Alex Frei will Spielpraxis erlangen, andere wie Blerim Dzemaili oder Marco Wölfli eine Visitenkarte platzieren.

Nicht alle Schweizer Internationalen rückten im passenden Outfit ins Trainingscamp nach St. Gallen ein. Stephan Lichtsteiner, der am Sonntagabend mit Lazio im Derby der Roma unterlag, traf erst wenige Minuten vor dem ersten öffentlichen Training im «Kühlschrank» AFG-Arena ein - im Kurzarm-T-Shirt.

Derweil Lichtsteiner die Kabine suchte, erstattete Alex Frei den Medien bereits den obligaten «Fitnessbericht». Der Captain hatte Anfang November eine Aussenbandverletzung erlitten, kehrte nun aber am Wochenende wieder als Joker auf den Rasen zurück. Er fühle sich fit, erklärte. «Obwohl andere das ja nicht immer alle gleich beurteilen wie ich selber.» Ob Frei bei seiner Aussage an die BVB-Verantwortlichen gedacht hat?

Alex Frei fühlt sich fit

Den Test gegen Finnland betrachtet der Schweizer Topskorer (37 Tore in 63 Spielen) deshalb auch als Möglichkeit zur Spielpraxis. «Neunzig Minuten werde ich wahrscheinlich nicht spielen dürfen, da wir mit Dortmund am Freitag ja in Karlsruhe spielen.» Das Spiel am Mittwoch sei auch für jeden eine Gelegenheit, eine «weitere Visitenkarte im Nationalteam abzugeben und das Jahr positiv abzuschliessen».

Für einen könnten Freis Worte speziell gelten: Blerim Dzemaili kehrte nach einer Kreuzbandoperation und einem «verlorenen» Jahr in Bolton ins Nationalteam zurück. Der Ausfall von Pirmin Schwegler war das Glück des ehemaligen FCZ-Captains, der letztmals am 22. März 2007 in den USA gegen Jamaika das SFV-Leibchen trug. Bei Torino hat er sich mittlerweile einen Stammplatz erkämpft.

Dzemaili will sich durchsetzen

Mit forschen Ambitionen ist Dzemaili nun nach St. Gallen gereist: «Ich habe das Gleiche vor wie im Klub. Ich will auch im Nationalteam möglichst viel spielen und mich durchsetzen. Ich bin ein Spieler, der ans Limit gehen will.» Mit Ottmar Hitzfeld hat er sich bislang noch nicht unterhalten. Dafür bleibe ja noch Zeit, so der «Neuling».

Auf der Goalieposition rückte mit Marco Wölfli ein weiterer Rookie ein. Der Stammkeeper von YB erhielt von Hitzfeld ebenfalls erstmals ein Aufgebot. Gut möglich, dass Hitzfeld Benaglio pausieren lässt und den Berner einem Test unterzieht.

(si)

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