Vermisster Schweizer: Alex R. auf den Philippinen erschossen
Aktualisiert

Vermisster SchweizerAlex R. auf den Philippinen erschossen

Der 24-jährige Alex R. ist Ende September auf den Philippinen verschwunden. Jetzt hat die Familie traurige Gewissheit: Alex wurde tot aufgefunden.

von
Simone Kubli
Am 22. September wurde der junge Schweizer in Manila ermordet. Das hat seine Familie auf einem Facebook-Eintrag mitgeteilt.

Am 22. September wurde der junge Schweizer in Manila ermordet. Das hat seine Familie auf einem Facebook-Eintrag mitgeteilt.

Mit einem SMS hat sich der 24-jährige Alex R. aus Brüttisellen Ende September das letzte Mal bei einem Freund in Manila gemeldet. «I am in a white car with friends – coming soon», schrieb er – angekommen aber ist der junge Mann nie. Seither fehlte jede Spur von Alex, der in Manila eine Sprachschule besuchte. Regelmässig stand er mit Freunden und seiner Familie in der Schweiz in Kontakt. Wieso der Sprachstudent plötzlich verschwand, konnte sich niemand erklären.

Jetzt die traurige Gewissheit: «Alexander R. ist am 2. Januar 2012 tot in Manila aufgefunden worden», schreibt die Kantonspolizei Zürich am Dienstag in einer Mitteilung. Laut den Angaben der philippinischen Behörden sei er Opfer eines Tötungsdeliktes geworden. «Er ist an Schussverletzungen gestorben», sagt Mediensprecher Stefan Oberlin. Der ungefähre Todeszeitpunkt sei mit dem Zeitpunkt des Verschwindens des 24-Jährigen vereinbar.

Alex' Familie teilte bereits am Montag auf der Facebook-Seite «Missing!!!Alexander R» mit, dass Alex offenbar am 22. September in Manila erschossen wurde. Die genauen Umstände seien noch nicht klar. «Wir trauern um einen jungen, offenen und fröhlichen Sohn und Bruder. Bitte habt Verständnis dafür, dass wir jetzt etwas Zeit für uns brauchen. Danke, im Namen der Familie.»

Grossangelegte Suche

Die Kantonspolizei Zürich hatte Anfang Dezember zwei Beamte nach Manila geschickt, um den Fall des vermissten 24-Jährigen zu klären. Zusammen mit der Polizei von Manila und der US-amerikanischen Bundespolizei wurde intensiv nach Alex gesucht. Auch der Vater von Alex reiste auf die Philippinen, um seinen Sohn zu suchen. Plakate wurden aufgehängt, eine Belohnung von 200 000 Philipinischen Peso (4250 Schweizer Franken) für mögliche Hinweise ausgesetzt. Die Schweiz war ebenfalls in der Suche involviert. «Der Vermisstenfall wird mit höchster Priorität behandelt», teilte im Dezember auch das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) mit.

Die Kantonspolizei Zürich hat am Montagabend auf Anfrage von 20 Minuten Online noch keine Angaben zu den Hintergründen, die zum Todesfall von Alex R. geführt haben, machen können. Danni Härry, Sprecher der betroffenen Familie, zeigte sich gegenüber 20 Minuten Online über den Tod von Alex sehr traurig. Alex' Familie sei tief betroffen, so Härry. Sie möchte sich gleichzeitig bei allen bedanken, die sie bei der Suche nach Alex unterstützt haben.

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