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Mykonos-SchlägerAlexandros G. soll vorsätzlich getötet haben

Die Lage für den Schweizer Schläger von Mykonos hat sich verschärft. Die Untersuchungsrichter sprechen jetzt nicht mehr nur von «schweren Verletzungen mit Todesfolge».

von
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Der Basler Alexandros G. bleibt bis auf Weiteres in Untersuchungshaft. Das haben die zuständigen Untersuchungsrichter der griechischen Insel Syros entschieden, auf der der 23-Jährige inhaftiert ist. Wie Alexandra Dimou, Anwältin der Familie des getöteten 21-jährigen Italieners in Griechenland, der Nachrichtenagentur ANSA sagte, sind die Untersuchungsrichter zu einer neuen Einschätzung des Tatbestands gelangt.

Bisher wurde Alexandros vorgeworfen, schwere Verletzungen mit Todesfolge verursacht zu haben. Doch nach der gestrigen Beratung haben die Untersuchungsrichter die Vorwürfe verschärft. Neu soll sich der Basler wegen vorsätzlicher Tötung verantworten müssen. Brisant: Verletzungen von Artikel 299 des griechischen Strafgesetzbuches können mit Haftstrafen von zehn und mehr Jahren bestraft werden, wie es aus Justizkreisen heisst.

«Beträchtliche Gewalt» eingesetzt

Die verschärfte Einschätzung der Untersuchungsrichter soll aufgrund von Vorinformationen des Gerichtsmediziners erfolgt sein, berichtet «MilanoToday». Der Arzt hatte am Montag die Autopsie der Leiche von Stefano R. abgeschlossen und Resultate für die nächsten Wochen angekündigt. Durchgesickert ist aber bereits, dass Alexandros G. «beträchtliche Gewalt» eingesetzt haben soll. Davon zeugten die Spuren auf dem Körper des jungen Italieners.

Der Basler Restaurationsfachmann hielt sich am vergangenen Freitagmorgen zusammen mit zwei Freunden im In-Club «Cavo Paradiso» auf der griechischen Ferieninsel Mykonos auf, als zwischen ihnen und einer Gruppe Italiener ein Streit ausbrach. Dabei hat Alexandros einen Kontrahenten mit einer Flasche niedergestreckt. Der Italiener starb noch auf dem Weg ins Krankenhaus. Der flüchtige Schweizer konnte wenig später von der Polizei in seinem Hotelzimmer verhaftet werden.

Alexandros G. soll «beträchtliche Gewalt» eingesetzt haben, als er den 21-jährigen Stefano R. mit einer Flasche erschlug. (Bild: stellefant)

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