Aktualisiert 08.02.2010 15:17

33. America's CupAlinghi muss warten - 1. Regatta abgesagt

Der 33. America's Cup startet erst am Mittwoch. Nach fast vier Stunden Wartezeit wurde die erste Regatta in Valencia zwischen Titelverteidiger Alinghi und BMW Oracle wegen fehlender Winde abgesagt.

Kein Wind: Der 33. America's Cup startet erst am Mittwoch.

Kein Wind: Der 33. America's Cup startet erst am Mittwoch.

Geplant war der Start um 10.06 Uhr. Schnell war aber klar, dass die erste Wettfahrt der Best-of-Three-Serie nicht würde stattfinden können. Auf der Suche nach konstanten Winden segelten die beiden Boote bis 25 Seemeilen vor die Küste. Um 13.50 Uhr beschloss die Rennleitung dann, die Regatta abzusagen und auf den 10. Februar anzusetzen.

Mit dieser ersten Absage wird das ganze America's-Cup-Programm verschoben. Die erste Regatta ist für Mittwoch geplant, die zweite am Freitag, 12. Februar. Ein allfälliges drittes Rennen findet am Sonntag, 14. Februar statt.

Duell der sturen Milliardäre

Alinghi vs. BMW Oracle wird nach einer jahrelangen Justiz-Odyssee als Duell der sturen Milliardäre in die Geschichte eingehen. Dabei hat vor allem Alinghi-Chef Ernesto Bertarelli mit seinem im Jahr 2000 ins Leben gerufenen Segel-Projekt dafür gesorgt, dass die Schweiz zur «Segel-Nation» wurde. 2003 holte er mit Alinghi den seit 1851 ausgetragenen America's Cup erstmals nach Europa; 2007 wiederholte er diesen Exploit für die Société Nautique de Genève (SNG).

Keine Frage: Ab Mittwoch nun stehen sich die modernsten und teuersten Segelboote der Welt gegenüber. Alinghi ist ein über 27 Meter langer Katamaran (Zweirumpf-Boot) mit einem rund 50 Meter hohen Mast - so hoch wie ein 17-stöckiges Gebäude. Die genauen Masse des Bootes hält das Schweizer Syndikat geheim. 100 000 Stunden wurden zum Bau von "Alinghi 5" investiert, 30 000 Quadratmeter Karbonfaser wurden dafür benötigt. Das Segel von Alinghi ist so gross, dass 20 Leute gebraucht werden, um es zu tragen.

Alinghi bei schwachen Winden wohl besser

Demgegenüber steht BMW Oracle mit seinem Trimaran (Dreirumpf-Boot). Bei diesem Boot imponiert das 57 Meter hohe Flügelsegel: es ist grösser als die Tragfläche einer Boeing 747. Allein für den Bau dieses Segels wurden 40 000 Arbeitsstunden benötigt. Der Trimaran, mit dem laut Oracle im Training Geschwindigkeiten von 40 Knoten (rund 74 km/h) erreicht wurden, ist schwerer als der Alinghi-Katamaran; es ist deshalb zu erwarten, dass BMW Oracle bei höheren Windstärken einen Vorteil gegenüber dem Schweizer Syndikat hat.

LIVE-TICKER

13.48 Uhr: Die Regatta wird nicht mehr gestartet. Fast vier Stunden nach dem eigentlichen Start, wird das erste Rennen abgesagt. Erster Termin ist jetzt Mittwoch um 10.06 Uhr.

13.05 Uhr: Mittlerweile hat es etwas Wind. Allerdings ist dieser nicht über die gesamten 20 Seemeilen verteilt und bläst aus verschiedenen Richtungen. Momentan ist an einen Start nicht zu denken.

11.24 Uhr: Es gibt keine Deadline für den Startversuch. Aber nach 14 Uhr wird wohl nicht mehr zum Start geblasen.

11.23 Uhr: Der Wind weiterhin sehr unstabil. Das beeinflusst auch die Kurssetzung. In den nächsten Minuten wird das Rennen nicht starten. Womöglich muss die Regatta gar verschoben werden.

11.00 Uhr: Der Start ist schon über eine Stunde verzögert. Noch immer ist weit und breit nichts von genügend Wind zu spüren. Aktuell sinds 3 Knoten Wind. Die Vorhersage lag bei deren 9.

10.30 Uhr: Die Chancen stehen für beide Teams bei 50 Prozent. Allerdings sind Prognosen sehr vage. Denn beide Boote hatten zu wenig Zeit zum testen. Womöglich überstehen sie das rund dreistündige Rennen gar nicht. Spannend werden auch die ersten fünf bis zehn Minuten. Womöglich sieht man schon dann, welches Boot schneller ist und die Regatta wohl gewinnt.

10.22 Uhr: Wann das Rennen startet, weiss niemand. Alles ist vom Wind abhängig. Vielleicht geht es in zehn Minuten los, vielleicht wird heute gar nicht mehr gesegelt.

10.12 Uhr: Die Best-of-3-Serie startet mit einer Regatta von 20 Seemeilen gegen den Wind und zurück. Am Mittwoch steht dann ein Rennen um ein gleichseitiges Dreieck herum, welches einer Totaldistanz von 39 Seemeilen entspricht. Die mögliche dritte Regatta wird wieder in der gleichen Form wie das erste Rennen ausgetragen, also 20 Seemeilen hin und wieder zurück.

10.10 Uhr: Wann es losgehen kann, bleibt unklar. Es kann dann aber plötzlich schnell gehen.

10.02 Uhr: Das Rennen heute geht über 20 Meilen gegen den Wind hin (rund eine Stunde) und wieder zurück.

9.58 Uhr: Wann es losgeht, ist noch unklar. Immerhin soll der Wind im Verlaufe des Tages zunehmen.

9.56 Uhr: Der Start muss verschoben werden. Um 10.06 Uhr hätte es losgehen sollen, aber der Wind ist noch zu schwach.

Vor der ersten Regatta

Nach zweieinhalb Jahren juristischer Wettkämpfe im Gerichtssaal kehrt der America's Cup aufs Wasser zurück. Heute um 10.06 Uhr starten Titelverteidiger Alinghi und Herausforderer BMW Oracle vor Valencia zur Regatta um die älteste Sport-Trophäe der Welt.

Die 33. Austragung des America"s Cup erfolgt im Best-of-3-Modus. Die Rennen finden am 8., 10. und wenn nötig am 12. Februar statt. Aufgrund des unbeständigen Wetters, das um diese Jahreszeit in Valencia herrscht, ist es aber auch wahrscheinlich, dass sich der Wettkampf länger hinzieht und an Ersatz-Tagen gesegelt wird.

Alinghi vs. BMW Oracle wird nach einer jahrelangen Justiz-Odyssee als Duell der sturen Milliardäre in die Geschichte eingehen. Dabei hat vor allem Alinghi-Chef Ernesto Bertarelli mit seinem im Jahr 2000 ins Leben gerufenen Segel-Projekt dafür gesorgt, dass die Schweiz zur "Segel-Nation" wurde. 2003 holte er mit Alinghi den seit 1851 ausgetragenen America's Cup erstmals nach Europa; 2007 wiederholte er diesen Exploit für die Société Nautique de Genève (SNG).

Modernste und teuerste Segelboote der Welt

Keine Frage: Ab heute stehen sich die modernsten und teuersten Segelboote der Welt gegenüber. Alinghi ist ein über 27 Meter langer Katamaran (Zweirumpf-Boot) mit einem rund 50 Meter hohen Mast - so hoch wie ein 17-stöckiges Gebäude. Die genauen Masse des Bootes hält das Schweizer Syndikat geheim. 100 000 Stunden wurden zum Bau von «Alinghi 5» investiert, 30 000 Quadratmeter Karbonfaser wurden dafür benötigt. Das Segel von Alinghi ist so gross, dass 20 Leute gebraucht werden, um es zu tragen.

Demgegenüber steht BMW Oracle mit seinem Trimaran (Dreirumpf-Boot). Bei diesem Boot imponiert das 57 Meter hohe Flügelsegel: es ist grösser als die Tragfläche einer Boeing 747. Allein für den Bau dieses Segels wurden 40 000 Arbeitsstunden benötigt. Der Trimaran, mit dem laut Oracle im Training Geschwindigkeiten von 40 Knoten (rund 74 km/h) erreicht wurden, ist schwerer als der Alinghi-Katamaran; es ist deshalb zu erwarten, dass BMW Oracle bei höheren Windstärken einen Vorteil gegenüber dem Schweizer Syndikat hat.

(si)

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