Alkohol: Bussen für Jugendliche?
Aktualisiert

Alkohol: Bussen für Jugendliche?

Jugendliche
sollen für unerlaubten
Alkoholkonsum künftig
gebüsst werden. Dies
will GastroSuisse-Chef
Klaus Künzli.

Heute werden Restaurants und Verkaufsstellen gebüsst, wenn Minderjährige bei ihnen Alkohol kauften. Die jugendlichen Trinker kommen ungestraft davon. Für einen wirksamen Jugendschutz brauche es auch ein Konsumverbot, sagte GastroSuisse-Präsident Klaus Künzli im Interview mit der «Neuen Luzerner Zeitung». «In den USA ist das auch möglich, so etwas bräuchten wir auch.»

Den Jugendschutz ausbauen will auch der Kanton Zug. Die Regierung schlägt vor, das künftig Wein und Bier nicht mehr an unter 18-Jährige abgeben werden dürfen. Dies wäre in der Deutschschweiz eine Premiere. Der Bund bevorzugt derweil die Genfer Variante. Diese sieht ein Alkohol-Verkaufsverbot zwischen 21 Uhr und 7 Uhr in Läden vor.

Wer soll büssen, wenn Minderjährige Alkohol kaufen?

Andrea Scheidegger (16), Bubendorf BL

Ich fände es nicht recht, bekäme ich eine Busse. Es ist die Aufgabe des Wirtes, das Alter zu kontrollieren. Wenn er nicht aufpasst, ist er selbst schuld. Müssten die Jungen zahlen, würden sie wahrscheinlich was daraus lernen.

Guido Kobylak (37), Bern

Ich fände es okay, wenn sowohl der Wirt wie der Konsument an die Kasse kommen. So würde die Ausrede «er hat es mir ja verkauft» nicht mehr gelten. Die Tendenz vieler Jugendlicher zum Komatrinken muss aufhören.

cde/SDA

Sollen Jugendliche unter 18 für unerlaubten Alkoholkonsum künftig

gebüsst werden?

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