Alkohol-Lobby wirbt mit Lindsay
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Alkohol-Lobby wirbt mit Lindsay

Die US-Alkohol-Lobby hat ohne Bewilligung ein Polizei-Foto der Lohan für eine Werbekampagne benutzt, die sich für einen fairen Umgang mit betrunkenen Autofahrern einsetzt.

Das ganzseitige Inserat wurde in der auflagestärksten Zeitung der USA, «USA Today» veröffentlicht. Auftraggeber war das American Beverage Institute, das die Interessen der Alkoholindustrie vertritt.

Ziel der Kampagne ist es, die staatliche Einführung von sogenannten «Alko-Locks» zu verhindern. Diese Wegfahrsperren verhindern den Start eines Autos, sobald der Fahrer zu viel Alkohol im Blut hat. Bereits haben verschiedene US-Staaten Gesetze verabschiedet, damit diese Wegfahrsperren in den Autos von Bürgern, die betrunken hinter dem Steuer erwischt wurden, eingebaut werden können.

In dem Inserat ist zu lesen: «Wegfahrsperren sind eine gute Idee für:» - darunter folgt das Polizeifoto Lohans von ihrer Verhaftung Ende Juli. Weiter unten steht: «... aber eine schlechte Idee für uns».

«Idiotisch»

Lindsay Lohans Anwalt, Blair Blerk, gab gegenüber dem Onlinedienst tmz.com folgendes Statement ab: «Es ist idiotisch von 'USA Today' so ein unverantwortliches Inserat zu veröffentlichen. Es suggeriert, dass Trinken und Fahren eine Art amerikanische 'Tradition' sind, die wir beschützen sollten. Die fehlende Angabe, dass dieses Inserat von der Alkohol-Lobby bezahlt wird, ist hochgradig unbesonnen.»

Der Anwalt fügt noch hinzu: «Betrunkene alte weisse Geschäftsleute, betrunkene Typen, die auf der Jagd nach Mädchen die Nacht zum Tage machen und betrunkene Hochzeitsgesellschaften sollten von der Strasse ferngehalten werden. Lindsay Lohan unterstützt Wegfahrsperren, die bewiesenermassen Leben retten können», so Lohans Rechtsvertreter.

Lohan geriet immer wieder durch Vorfälle im Zusammenhang mit Alkohol- und Drogenmissbrauch in die Schlagzeilen. Sie wurde zwei Mal verhaftet, weil sie alkoholisiert Auto gefahren war (20minuten.ch berichtete).

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