22.06.2020 11:17

Indien

Alkoholabhängiger Affe sitzt lebenslänglich in Einzelhaft

Knapp 250 Menschen wurden von Affe Kalua angegriffen. Schuld daran war wohl seine Alkoholabhängigkeit. Nun wird er lebenslänglich in einem kleinen Käfig verwahrt.

von
Sven Forster
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Hinter Gittern: Affe Kalua wird den Rest seines Lebens im Einzelkäfig verbringen.

Hinter Gittern: Affe Kalua wird den Rest seines Lebens im Einzelkäfig verbringen.

Kanpur Zoological Park
Dies sagte der Zoo gegenüber mehreren lokalen Medien.

Dies sagte der Zoo gegenüber mehreren lokalen Medien.

Kanpur Zoological Park
In seinem Heimatstadtteil attackierte Kalua knapp 250 Menschen. Eine Person kam sogar ums Leben.

In seinem Heimatstadtteil attackierte Kalua knapp 250 Menschen. Eine Person kam sogar ums Leben.

Kanpur Zoological Park

Darum gehts

  • Ein Affe wurde durch seinen Besitzer in Indien alkoholabhängig
  • Als sein Besitzer starb, begann er Menschen anzugreifen
  • Er attackierte hauptsächlich Frauen und Kinder
  • Nun wird er den Rest seines Lebens in Einzelhaft verbringen

Harte Strafe für Kalua – der Affe wird den Rest seines Lebens in Einzelhaft verbringen. Nachdem er in Indien Hunderte Menschen attackiert hatte, wurde er in einen Zoo gesteckt, doch auch dort wurde der 6-Jährige nicht geläutert.

Grund für seine Aggressivität ist wohl der Alkohol. Kalua ist abhängig und verzichtet auf Gemüse und Früchte, er will Fleisch. Wie «Business Insider» schreibt, verbrachte der Affe die ersten Jahre seines Lebens bei einem örtlichen Okkultisten, der ihn mit Schnaps gefügig gemacht und mit Fleisch gefüttert hat. Als der alte Besitzer dann gestorben sei, ging der Nachschub an Alkohol aus – und Kalua habe seine Serie von Angriffen begonnen.

«Er hat sein Verhalten nicht geändert»

In seinem Heimatstadtteil attackierte er knapp 250 Menschen. Eine Person kam sogar ums Leben. Viele seiner Opfer wurden so stark verletzt, dass eine Operation nötig wurde, wie «Gulf News» schreibt. Seine bevorzugten Opfer: Frauen und Kinder. Auch im Zoo wurde es anschliessend nicht besser. «Wir haben ihn über Monate isoliert und nun in einen eigenen Käfig verlegt», so Tierarzt Nasir. «Er ist seit drei Jahren hier, aber er hat sein Verhalten nicht geändert», sagte der Tierarzt weiter.

Kalua griff Artgenossen und erneut Menschen an. Nicht einmal gegenüber seinem Tierpfleger konnte sich der Affe zurückhalten, deshalb hat der Zoo beschlossen, dass er den Rest seines Lebens eingesperrt bleiben wird. Den Affen wieder freizulassen, sei laut Nasir keine Option. Er würde sofort wieder mit Angriffen auf Personen beginnen.

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