Alkoholverbot um den Letzi: «Zustände wie in der DDR»

Aktualisiert

Alkoholverbot um den Letzi: «Zustände wie in der DDR»

Die Wirte
in der Umgebung des
Letzigrunds wollen die
Alkohol-Auflagen der
Stapo nicht akzeptieren.

Die Beizer rund um den

Albisriederplatz formieren sich zum Widerstand gegen die Alkohol-Einschränkungen während der Fussballspiele vom Sonntag und Mittwoch: «Besonders stört mich, dass ich nicht nur keinen Alkohol verkaufen, sondern diesen laut Polizeiverfügung auch noch in einen anderen Raum wegschliessen muss», sagt Timur Kirhan, der das Restaurant Galant Plaza betreibt. «Wenn Alkoholika, die die Wirte nicht verkaufen dürfen, im Gastraum wären, könnte dies zu Selbstbedienung durch Fussballfans führen», erklärt Stapo-Sprecher René Ruf die Bestimmung. Dem Wirt des Restaurants Hardegg ist es zu mühsam, die Regale hinter dem Tresen auszuräumen: «Ich mache dann halt die Beiz einfach dicht», sagt er.

Timur Kirhan hat gemeinsam mit Stammgästen eine Unterschriftensammlung gegen das Alkohol-Verbot lanciert: Über hundert Personen haben unterschrieben. Zudem wird er mit weiteren Beizern gegen die Verfügung rekurrieren.

Auch die SVP ist verärgert über die Einschränkungen für das Gastgewerbe: «Das sind Zustände wie in der DDR», sagt Gemeinderat Mauro Tuena. Er will den Stadtrat in einem Postulat auffordern, solche Eingriffe zu unterlassen.

Marco Lüssi

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