Letzigrund: Alkoholverbot: Wirte laufen Sturm
Aktualisiert

LetzigrundAlkoholverbot: Wirte laufen Sturm

Der Zürcher Stadtrat will das Alkoholverbot in und ums Stadion wieder einführen. Obschon es der Statthalter Mitte April aufgehoben hat. Die Wirte laufen Sturm.

von
Roman Hodel

Fertig lustig mit Alkohol jeglicher Art bei Hochrisikospielen im Letzigrund-Sta­dion sowie in den umliegenden Restaurants und Läden. Der Zürcher Stadtrat will die Polizeiverordnung anpassen und so die rechtliche Grundlage für «alkoholfreie» Zonen schaffen. Diese fehlt bislang; deshalb hatte der Statthalter erst Mitte April ein seit 2007 verhängtes Verbot für harten Alkohol und Bier über 2,4 Volumenprozent aufgehoben. Stapo-Sprecher Marco Bisa begrüsst das erneute Verbot: «Wir haben damit positive Erfahrungen gemacht – die Stimmung vor, während und nach den Spielen war weniger aggressiv.»

Gar nicht erfreut über die Pläne sind hingegen die Wirte: «Wir werden das Verbot mit allen Mitteln bekämpfen», sagt Gastro-Zürich-Präsident Ernst Bachmann. «Denn so werden Hunderte unbescholtene Restaurantgäste bestraft, die ihr Glas Wein oder Bier trinken wollen.» Als Alternative zu einem totalen Verbot kann sich Bachmann vorstellen, dass die Wirte etwa keinen Alkohol mehr über die Gasse verkaufen. Das Stadtparlament entscheidet noch diesen Sommer über die Änderung der Polizeiverordnung.

GC - FCB: Polizei und SBB sind gewappnet

Am Sonntag ist der FC Basel schon wieder im Letzigrund zu Gast – gegen GC. Weil es sich ebenfalls um ein Hochrisikospiel handelt, ist die Stadtpolizei gemäss Sprecher Marco Bisa mit einem Grossaufgebot vor Ort. Die FCB-Fans treffen wie gewohnt per Extrazug im Bahnhof Altstetten ein. «Um dort erneute Tumulte zu verhindern, arbeiten wir eng mit den SBB zusammen». Laut Stadionmanager Peter Landolt wird am Spiel Light-Bier ausgeschenkt – er erwartet rund 10 000 Zuschauer.

Deine Meinung