Rugby-WM: «All Blacks» ziehen in den WM-Final ein
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Rugby-WM«All Blacks» ziehen in den WM-Final ein

Der Topfavorit Neuseeland bezwingt im WM-Halbfinal den Erzrivalen aus Australien klar mit 20:6. Im Final treffen die Gastgeber auf Frankreich.

Die WM-Party in Neuseeland ist noch nicht zu Ende. Der Gastgeber zog mit dem überzeugenden 20:6-Halbfinaltriumph über den Erzrivalen Australien in den Final vom kommenden Sonntag (10.00 Uhr MESZ) ein. Dort treffen die «All Blacks» auf Frankreich (9:8 gegen Wales).

Neuseeland steht wie Frankreich erst zum dritten Mal in einem WM-Final. Einzig bei den ersten Titelkämpfen 1987 triumphierten die jeweils als Top-Favorit geltenden «All Blacks» auch. Wie damals heisst der Gegner im Endspiel Frankreich und auch der Austragungsort ist mit dem Eden Park in Auckland der gleiche. Vor 24 Jahren liessen die Neuseeländer den «Bleus» keine Chance (29:9-Sieg). Bei der zweiten Finalteilnahme setzte es für Neuseeland eine 12:15-Niederlage nach Verlängerung gegen Südafrika ab (1995 in Südafrika).

Machtdemonstration der All Blacks

Den Halbfinal gegen Australien nutzten die Neuseeländer zu einer Demonstration ihrer Stärke. Angefeuert von lautstarken «All Blacks, All Blacks»-Rufen der heimischen Fans im mit 60'087 Zuschauern ausverkauften Eden Park lief in der Anfangsphase Angriffswelle um Angriffswelle auf die Verteidigung der «Wallabies» zu. Diese wussten sich kaum zu wehren und verursachten immer wieder Strafkicks für Neuseeland.

Ma'a Nonu brachte Neuseeland mit dem ersten Versuch des Spiels mit 5:0 in Führung (6.), dann eröffnete Piri Weepu das Strafkick-Festival und erhöhte auf 8:0 (13.). Erst nach mehr als 15 Minuten schaffte James O'Connor mit einem Strafkick zum 3:8 die ersten Punkte für Australien. Näher als auf fünf Punkte sollte der zweifache Weltmeister, der seit 1986 nicht mehr im Eden Park gegen Neuseeland gewinnen konnte, in dieser hochstehenden und temporeichen Partie nie mehr herankommen. Zur Pause stand es 14:6 für die Gastgeber, deren starke Verteidigung danach in den zweiten 40 Minuten keine Punkte mehr zulassen sollte. Topskorer für die Neuseeländer war Piri Weepu mit zwölf Punkten. (si)

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