Aktualisiert 01.09.2017 11:14

Vernichtungs-Gebete

«Allah, zerstöre die Juden, Christen und Hindus»

Der Imam Abu Ramadan hat in der Moschee in Biel für die Vernichtung von «Ungläubigen» gebetet. Die Behörden haben seinem Treiben zugesehen.

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Hat mehrmals gegen Ungläubige und Andersdenkende gehetzt: Abu Ramadan.

Hat mehrmals gegen Ungläubige und Andersdenkende gehetzt: Abu Ramadan.

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Asylstatus verloren: Abu Ramadan bei einer Ansprache in einem Hotel in Budapest. Bild: Facebook

Asylstatus verloren: Abu Ramadan bei einer Ansprache in einem Hotel in Budapest. Bild: Facebook

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«Oh, Allah, ich bitte dich, die Feinde unserer Religion zu vernichten, vernichte die Juden, die Christen und die Hindus und die Russen und die Schiiten». Um dieses Zitat seiner Predigt ist ein Übersetzungsstreit entbrannt: Eine undatierte Aufnahme von Abu Ramadan. Bild: Facebook

«Oh, Allah, ich bitte dich, die Feinde unserer Religion zu vernichten, vernichte die Juden, die Christen und die Hindus und die Russen und die Schiiten». Um dieses Zitat seiner Predigt ist ein Übersetzungsstreit entbrannt: Eine undatierte Aufnahme von Abu Ramadan. Bild: Facebook

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Dem Nachrichtendienst des Bundes (NBD) war offenbar bekannt, dass der Imam Abu Ramadan in der Bieler Al-Rahman-Moschee in seinen Predigten zu Gewalt gegen Andersgläubige aufrief. Weder der NDB noch die Stadt Biel haben ihm Einhalt geboten.

Allah solle Andersgläubige vernichten – dies war Inhalt seiner Gebete, wie 20 Minuten vorliegt. «Oh Allah, ich bitte dich... zerstöre die Juden, die Christen, die Hindus und die Russen und die Schiiten.» – Solche Zitate fordern laut Antirassismus-Gesetz, dass die Behörden eingreifen, wie Gerhard Fiolka, Rechtsprofessor an der Uni Freiburg, dem «Sonntagsblick» sagt. «Die Strafverfolgungsbehörden sind verpflichtet, ein Verfahren zu eröffnen, wenn ihnen ein entsprechender Verdacht bekannt wird.»

Verfahren gefordert

Auch der Schweizerische Israelitische Gemeindebund sieht das so und fordert, «dass die Behörden da hart durchgreifen und die rechtlichen Möglichkeiten konsequent ausschöpfen, unter anderem mit einem Verfahren wegen Aufruf zur Gewalt.»

Auch Politiker reagieren mit der Forderung, den Imam zur Rechenschaft zu ziehen. Und manche gehen noch weiter: FDP-Ständerat Joachim Eder hofft laut «Sonntagsblick», dass mit dem neuen Nachrichtendienstgesetz radikalen Predigern das Handwerk gelegt werden kann. Andernfalls müsse das Parlament nochmals über die Bücher.

Österreich will mehr Kontrolle

BDP-Fraktionschefin Rosmarie Quadranti denkt gar über eine staatliche Prüfung für Imame nach. In Österreich müssen diese schon heute Deutsch auf Maturniveau beherrschen.

Das Nachbarland versucht über die Kontrolle der Finanzierung von Moscheen sicherzustellen, dass muslimische Glaubensvorschriften dem Recht unterstellt sind. So dürfen Moscheen laut Gesetz nicht aus dem Ausland finanziert werden. Es bestand der Verdacht, dass viele islamische Organisationen Geld aus der Türkei erhalten würden. Die Behörden sollen laut «Sonntagsblick» nun mehr Befugnisse erhalten, die Finanzierung islamischer Einrichtungen zu prüfen.

Jahrelang von Sozialhilfe gelebt

Abu Ramadan lebte jahrelang in der Region Biel von Sozialhilfe. Heute ist er Rentner und bezieht Ergänzungsleistungen. Der Bund hat dem 64-jährigen Libyer den Asylstatus entzogen. Sobald dieser Entscheid rechtskräftig ist, will der Kanton Bern die Niederlassungsbewilligung des Mannes überprüfen.

(NewsXpress)
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