Höchster WM-Sieg: Alle 90 Sekunden ein Gegentor kassiert
Aktualisiert

Höchster WM-SiegAlle 90 Sekunden ein Gegentor kassiert

Wie unterschiedlich die Kräfteverhältnisse im Unihockey verteilt sind, zeigte das WM-Gruppenspiel zwischen Schweden und Australien. Die bemitleidenswerten «Aussies» wurden mit einer 1:39-Packung aus der Halle gejagt.

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pre
Schweden kannte beim 39:1 gegen Australien kein Pardon mit dem Underdog.

Schweden kannte beim 39:1 gegen Australien kein Pardon mit dem Underdog.

Die schwedischen Unihockeyaner machen in der Vorrunde der WM keine Geschenke. Nach zwei Spielen weist der sechsfache Weltmeister bereits ein Torverhältnis von 60:2 auf. Auf das 21:1 im Eröffnungsspiel gegen Estland liessen die Schweden ein 39:1 gegen Australien folgen. Zu Beginn der Partie hielt der Aussenseiter noch gut mit, nach 10 Minuten führten die Schweden lediglich mit 2:1. Doch dann folgten die Treffer im Minutentakt.

Die schwedische Machtdemonstration gegen die überforderten «Aussies» war der höchste Sieg der WM-Geschichte. Bislang hielt Finnland mit einem 30:0-Erfolg gegen Singapur aus dem Jahr 1996 die Bestmarke.

Umbau der Hartwall Areena

Solch hohe Siege wie damals zur Anfangszeit des Unihockey-Sports sind möglich, da bei der WM in Helsinki zum ersten Mal im neuen Modus gespielt wird. 16 Teams kämpfen in vier Gruppen um die Viertelfinalplätze und so werden die ehemaligen Teams der B-WM in den Vorrundenspielen zu Kanonenfutter für die vier Spitzenteams aus Schweden, Finnland, Tschechien und der Schweiz.

Offene Rechnung mit dem Gastgeber

Normalerweise stecken die Grossen gegen die Kleinen gegen Ende, wenn die Verhältnisse ins richtige Licht gerückt sind, zurück. Nicht so Schweden. Das «Mutterland des Unihockeys» musste bei der WM vor zwei Jahren in Tschechien eine bittere Enttäuschung hinnehmen und dem Erzrivalen Finnland im WM-Final zum ersten Mal überhaupt den Vortritt lassen. Nun wollen die Schweden in Helsinki zurückschlagen und den Pokal wieder in die Heimat holen. Wie zielgerichtet sie dabei vorgehen, mussten Estland und Australien dabei schmerzlich erfahren.

Wie Schweden ist auch die Schweiz mit zwei Siegen ins Turnier gestartet. Nach dem 6:2-Kampfsieg gegen Lettland besiegte das Team von René Berliat Polen mit 12:2 und ist damit bereits für die Viertelfinals qualifiziert. Dort kommt es aller Voraussicht nach zum Duell mit Russland, im Halbfinal wartet dann wohl Schweden. Gegen den Rekordweltmeister hat die Schweiz noch nie gewonnen. In den letzten beiden WM-Partien mussten sich die Eidgenossen allerdings erst in der Verlängerung geschlagen geben.

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