Alle ächzen unter der Hitzewelle
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Alle ächzen unter der Hitzewelle

Nicht nur die Schweiz ist zur Zeit ein Brutkasten. Unter der Hitze in diesen Tagen leiden auch die Menschen in Europa und in den USA. So haben Stromausfälle in Folge einer Hitzewelle am Dienstag in New York zu einem Verkehrschaos geführt.

Am Flughafen LaGuardia warteten am Dienstag zahlreiche Reisende vergeblich auf ihre Flüge, nachdem mehrere Terminals teilweise ohne Elektrizität auskommen mussten. Im U-Bahn-Verkehr kam es während der morgendlichen Hauptverkehrszeit zu Behinderungen.

Wann die Stromversorgung des Flughafens vollständig wiederhergestellt sein würde, war nicht klar. Bis zum Vormittag (Ortszeit) hatte die Fluggesellschaft Delta Airlines nach Angaben eines Sprechers acht Flüge zu Zielen an der US-Ostküste gestrichen. Auch andere Unternehmen waren betroffen.

Probleme in U-Bahn

In Teilen Manhattans und in Brooklyn sassen Reisende bis zu eine Stunde in unklimatisierten U-Bahnen fest, nachdem während des Berufsverkehrs die Signalanlagen keinen Strom mehr bekamen und die Züge deshalb angehalten werden mussten. Im Laufe des Vormittags normalisierte sich der U-Bahn-Verkehr wieder.

Der Energiekonzern Consolidated Edison rief die New Yorker auf, Strom zu sparen. Wegen der derzeitigen Hitzewelle waren Probleme mit der Elektrizitätsversorgung in der Stadt erwartet worden. Im August 2003 war bei grosser Hitze in New York und an Teilen der Ostküste stundenlang der Strom ausgefallen.

Tote in Europa

Sechs Menschen fielen am Dienstag der Hitze in Europa zum Opfer. Zwei Personen starben in den Niederlanden beim nach Angaben der Veranstalter weltweit grössten Wandersport-Ereignis in Nijmegen. Temperaturen weit über 30 Grad wurden nach Angaben von Rettungsdiensten für insgesamt 30 Menschen zum Problem.

Sie mussten in Spitälern behandelt werden. In fünf Fällen versuchten Ärzte, die Patienten wieder zu beleben, bei zwei Menschen gelang dies nicht. Die Viertage-Wanderung, bei der über 40 000 Menschen an den Start gehen wollten, wurde daraufhin abgesagt.

In Spanien starben bisher zwei Männer wegen der Hitze. Beide arbeiteten auf Baustellen in der prallen Sonne, der eine in Murcia, der andere in Ourense, im Nordwesten des Landes. Dort wurden Temperaturen um die 42 Grad Celsius gemessen.

Im südwestfranzösischen Bordeaux starben zwei über 80-Jährige nach offiziellen Angaben «wahrscheinlich infolge der grossen Hitze». (sda)

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