«Appocalypse»: Alle betroffen – darum soll ein Drittel aller Apps aus den Stores verschwinden
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«Appocalypse»Alle betroffen – darum soll ein Drittel aller Apps aus den Stores verschwinden

In den App Stores von Apple und Google steht ein Frühlingsputz an. Dabei könnten bald bis zu 1,5 Millionen Apps gelöscht werden. Für die grosse Löschaktion gibt es verschiedene Gründe.

von
Tobias Bolzern
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Ein Drittel aller Apps könnte bald verschwinden.

Ein Drittel aller Apps könnte bald verschwinden.

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Sowohl Apple …

Sowohl Apple …

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… als auch Google planen einen Frühlingsputz: Alte Apps sollen aus den Stores verschwinden.

… als auch Google planen einen Frühlingsputz: Alte Apps sollen aus den Stores verschwinden.

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Darum gehts

Taschenrechner, Streaming, Notizen, News: Die Auswahl in den App Stores an Programmen ist gigantisch. In den letzten Jahren sind die Angebote in Apples App Store und im Play Store von Google stetig gewachsen. Seit dem Launch im Jahr 2008 haben sich in den Stores aber auch ein paar Leichen im Keller angesammelt. Sprich: Unter den Millionen von Apps gibt es zahlreiche, die nicht mehr à jour gehalten werden.

Das ist der Grund, wieso die Anbieter parallel, aber unabhängig voneinander einen Frühlingsputz angekündigt haben, wie Derstandard.at in einem Artikel unter dem Titel «Appocalypse Now» schreibt. So könnten laut der Analyse der Firma Pixalate rund 870’000 Apps in Googles Play Store und rund 650’000 Apps im App Store von Apple von einer Löschung betroffen sein. Die rund 1,5 Millionen Apps der beiden Stores machen laut Cnet.com rund ein Drittel aller verfügbaren Apps aus.

Apple löscht … 

Apple hat eine entsprechende Information per Mail an Entwickler verschickt. Darin ist die Rede davon, dass Apps, die «seit geraumer Zeit nicht mehr aktualisiert» wurden, verschwinden sollen. Das hat viele Reaktionen ausgelöst. «Apple will mein voll funktionsfähiges Spiel entfernen, nur weil es alt ist», erklärt etwa ein Entwickler auf Twitter.

Damit die Programme im Store erhalten bleiben, müssen Entwickler schnell handeln. Sie haben 30 Tage Zeit, um für betroffene Apps ein Update einzureichen. Kurz nach dem Versand der Mails Ende April hat Apple auf seiner Website präzisiert, welche Apps gelöscht werden. Betroffen seien nur Programme, die älter als drei Jahre sind und innerhalb von einem Jahr gar nicht «oder sehr wenig» heruntergeladen wurden. Beliebte Apps bleiben also selbstverständlich weiterhin bestehen. 

… Google versteckt

Bereits Anfang April hatte Google ähnliche Schritte angekündigt. Im Gegensatz zum Apple Store sollen veraltete Apps aber nicht gelöscht, sondern einfach ausgeblendet werden. Dies soll ab dem 1. November geschehen, wie Google in einem Blogbeitrag erklärt. Doch wieso machen die Anbieter dies überhaupt? «Diese Massnahmen sollen Nutzerinnen und Nutzer vor der Installation von Apps schützen, die unter Umständen nicht über die neuesten Datenschutz- und Sicherheitsfunktionen verfügen», heisst es.

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