Miss Schweiz: «Alle denken, es sei ein Riesenzickenkrieg»
Aktualisiert

Miss Schweiz«Alle denken, es sei ein Riesenzickenkrieg»

Dominique Rinderknecht hat etwas mehr als ein halbes Jahr ihrer Amtszeit als Miss Schweiz hinter sich. Mit 20 Minuten zieht die 24-Jährige Zwischenbilanz.

von
Lucien Esseiva

Dominique, du bist nun seit sieben Monaten Miss Schweiz. Was war das schönste Erlebnis in dieser Zeit?

Das fragen viele, aber ich kann es wirklich nicht auf nur eine Sache reduzieren. Ich habe so viel Neues und Schönes erlebt, dass es ganz viele Highlights gibt. Besonders in Erinnerung bleibt mir aber meine erste Moderation an einem Galaabend im KKL in Luzern vor 300 Leuten. Und auch die Miss-Universe-Wahl.

Was ist das Nervigste als Miss?

Als ich Miss Schweiz wurde, da war mir klar, dass ich nun eine öffentliche Person bin. Mit allem, was dazugehört. Letzthin war ich zum Beispiel im Ausgang und musste alle 15 Minuten ein Foto mit irgendjemandem machen. Aber das gehört halt einfach zum meinem Job dazu. Meistens sind es ja schöne Begegnungen.

Hast du dich auch persönlich verändert?

Ich würde sagen, ich bin immer noch die Gleiche. Ich habe auch noch denselben Freund und gehe an die gleichen Orte in den Ausgang.

Man hat aber das Gefühl, du seist selbstbewusster geworden.

Vor meinem Amtsjahr habe ich zum Beispiel nie Interviews gegeben. Klar bin ich da reingewachsen und sicherer geworden. Selbstbewusst war ich aber schon, bevor ich Miss Schweiz wurde.

Die Miss-Universe-Wahl in Russland liegt eine Weile zurück. Jetzt kannst du aus dem Nähkästchen plaudern, oder?

Alle denken immer, es sei ein Riesenzickenkrieg an einer solchen Wahl – aber es ist einfach nicht so. Wir sind auch nur normale Menschen und keine Tiere, die aufeinander losgehen. Natürlich könnte es ausarten, wenn 86 Frauen drei Wochen lang so nah aufeinandersitzen. Wenn man sich zusammenreisst, dann ist es aber okay.

Gab es nie eine heikle Situation?

Wirklich nicht. Aber ich muss zugeben, dass auch ich im Vorfeld dachte, dass mein Abendkleid es nicht bis zur Wahl überlebt, weil es mir eine Kandidatin zerreisst (lacht). Passiert ist aber gar nichts.

Deine Haare waren und sind ein Dauerthema. Ist es Zeit für einen neuen Style?

Ich habe immer noch extrem Freude an meiner Frisur und will sie momentan nicht ändern. Sie passt zu mir. Viele sagen mir auch, dass die Frisur sogar meine Persönlichkeit unterstreiche. Irgendwann habe ich bestimmt genug und werde die Haare wieder wachsen lassen, auch wenn es mir schwerfallen wird.

In letzter Zeit hast du auf dem Catwalk viele Brautkleider präsentiert. Hast du nun Lust bekommen, selber zu heiraten?

(lacht) Das Einzige, was ich mir dabei überlege, ist, wie mein Brautkleid mal aussehen soll. Im Ernst: Heiraten ist im Moment kein Thema. Irgendwann vielleicht dann schon.

Wie stehst du zu Reality-Shows wie Dschungelcamp?

Ich gebe es zu: Zwischendurch schaue ich mir gerne solche Sendungen an.

Würdest du auch selber in den Dschungel ziehen?

Hut ab vor Dschungelkönigin Melanie. Ich könnte das nie! Mich würgt es schon beim Zuschauen.

Wie viel Geld müsste man dir bieten, dass du mitmachen würdest?

Ich könnte für kein Geld der Welt in den Dschungel ziehen. Ich würde keine der Prüfungen überleben. Abgesehen davon sehe ich darin keinen Sinn für mich. Ich wollte auch nie unbedingt berühmt werden.

À propos Geld: Wie viel hast du bist heute als Miss Schweiz verdient? Man sagt ja, es sei mehr als Christa Rigozzi in einem ganzen Jahr. Also über eine halbe Million Franken.

Ich weiss nicht, wie viel Christa verdient hat. Ich weiss aber, dass ich nicht des Geldes wegen Miss Schweiz werden wollte.

Welchen Luxus gönnst du dir?

Das Schönste ist, wenn ich nach einem harten Arbeitstag auf meiner Terrasse sitzen, auf den See hinausschauen und entspannen kann.

Hast du schon Pläne für die Zeit nach dem Amtsjahr?

Ich mache mir immer mal wieder Gedanken, wie es danach weitergehen soll. Es sind grobe Pläne. Ich möchte mich zum Beispiel verstärkt der Moderation widmen. Langweilig wird es mir kaum werden. Ich kann nicht auf der faulen Haut liegen.

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