USA – Alle drei Angeklagten wegen Mord an Ahmaud Arbery schuldig gesprochen
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USAAlle drei Angeklagten wegen Mord an Ahmaud Arbery schuldig gesprochen

Die Angeklagten im Fall Arbery beriefen sich auf Notwehr. Die Staatsanwaltschaft im US-Staat Georgia erklärte dagegen, seine Verfolger hätten die Konfrontation provoziert. Nun hat die Jury ihre Entscheidung gefällt.

Darum gehts

  • Im Mai 2020 wurde der Afroamerikaner Ahmaud Arbery beim Joggen getötet.

  • Drei Männer hielten Arbery für einen Einbrecher und verfolgten ihn, bis sie ihn bei einem Handgemenge erschossen.

  • Nun wurden alle drei Angeklagten des Mordes schuldig gesprochen.

Im Fall um die tödlichen Schüsse auf den Schwarzen Ahmaud Arbery in Georgia hat eine Jury alle drei Angeklagten des Mordes für schuldig befunden. Die mehrheitlich weissen Geschworenen trafen ihre Entscheidung am Mittwoch nach mehr als zehn Stunden langen Beratungen. Im Prozess argumentierte die Staatsanwaltschaft, dass die Angeklagten die Konfrontation mit Arbery überhaupt erst provoziert hätten. Ihre Verteidiger sagten hingegen, ihre Mandaten hätten in Notwehr gehandelt. Den drei Männern droht lebenslange Haft, das genaue Strafmass wird zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt.

Mörder bewaffneten sich und nahmen Verfolgung auf

Greg M. und sein Sohn Travis ergriffen Gerichtsakten zufolge am 23. Februar 2020 ihre Waffen, sprangen in einen Pickup-Truck und verfolgten den 25 Jahre alten Arbery, der in ihrer Nachbarschaft nahe der Hafenstadt Brunswick joggte. William B., ein Nachbar der M.s, schloss sich der Hatz in seinem eigenen Wagen an und filmte mit seinem Handy, wie Travis M. Arbery erschoss.

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Ahmaud Arbery wurde nach seinem Tod zu einer Symbolfigur für die Bewegung Black Lives Matter.

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Reuters
 Arberys Mutter mit einem Bild ihres erschossenen Sohnes.

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Imago
Jetzt wurden Ex-Polizist Gregory McMichael (65) …

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Reuters

Zuerst keine Ermittlungen

Arberys gewaltsamer Tod war zunächst nicht strafrechtlich verfolgt worden und hatte auch in der Öffentlichkeit keine Aufmerksamkeit erregt. Erst als nach mehr als zwei Monaten das Handy-Video von B. online auftauchte, in dem zu sehen war, wie Arbery mit drei Schüssen aus einem Schrotgewehr getötet wurde, übernahm die Staatspolizei Georgias den Fall von der kommunalen Polizei. Kriminalpolizisten verhafteten zwei Verdächtige – Vater und Sohn – am nächsten Tag. Der Nachbar wurde zwei Wochen später verhaftet. Allen drei Angeklagten wurde unter anderem Mord zur Last gelegt.

Verteidigung argumentierte auf Notwehr

Staatsanwältin Linda Dunikoski sagte am Dienstag, die Angeklagten hätten Arbery mit ihren Autos bedroht und eine Schrotflinte auf ihn gerichtet, bevor es zur letzten Konfrontation kam. Dabei habe Arbery zugeschlagen und nach der Waffe gegriffen. Es gebe keine Beweise dafür, dass Arbery in der Nachbarschaft der Angeklagten Straftaten begangen habe. Die Verteidiger argumentierten in ihren Schlussplädoyers, Vater und Sohn hätten eine zivile Festnahme durchführen wollen, als sie Arbery verfolgten.

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(dpa/bho)

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