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Umfangreiche Updates Alle F-1-Teams rüsten auf – Sauber hinkt hinterher

Die Formel 1 kommt nach Europa. Mit im Gepäck für den GP von Spanien sind zahlreiche Updates für die Boliden. Allerdings nicht für alle.

von
kai
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Zu wenig Kühlung, zu wenig Abtrieb: Der Sauber C36 kann nicht seine volle Motor-Leistung abrufen. Weil die Ingenieure noch daran sind, die Probleme zu lösen, gibts für den GP von Spanien nur ein kleines Update.

Zu wenig Kühlung, zu wenig Abtrieb: Der Sauber C36 kann nicht seine volle Motor-Leistung abrufen. Weil die Ingenieure noch daran sind, die Probleme zu lösen, gibts für den GP von Spanien nur ein kleines Update.

AP/Manu Fernandez
Die Konkurrenz hat hingegen mächtig nachgelegt. Mercedes hat den W08 nicht nur sechs Kilogramm abspecken lassen, sondern auch dessen Nase erneuert und die Aerodynamik mit weiteren Teilen verbessert.

Die Konkurrenz hat hingegen mächtig nachgelegt. Mercedes hat den W08 nicht nur sechs Kilogramm abspecken lassen, sondern auch dessen Nase erneuert und die Aerodynamik mit weiteren Teilen verbessert.

AFP/Lluis Gene
Damit will das dominierende Team der vergangenen Jahre WM-Leader Sebastian Vettel und Ferrari in die Schranken weisen.

Damit will das dominierende Team der vergangenen Jahre WM-Leader Sebastian Vettel und Ferrari in die Schranken weisen.

/dan Istitene

Die ersten vier Rennen des Jahres haben zurückgebracht, was die Motorsport-Königsklasse lange vermisst hatte: Spannung. Drei verschiedene Sieger und ein enger Zweikampf zwischen Ferrari und Mercedes – die Silberpfeile liegen in der Konstrukteurswertung einen Punkt vorne – sind Beleg dafür. Nun folgt der Europastart auf dem Circuit de Catalunya in Montmeló ausserhalb Barcelonas, und der Mercedes-Aufsichtsratsvorsitzende Niki Lauda sagt: «Die Saison beginnt von neuem.»

Der Ex-Weltmeister spricht die Updates an, die die Teams mitgebracht haben. Nach den ersten Erkenntnissen zu den neuen Regeln haben die Ingenieure mit Hochdruck an der Weiterentwicklung der Boliden gearbeitet. Mercedes hat sein Auto komplett überholt und hofft, WM-Leader Sebastian Vettel im Ferrari noch mehr zu bedrängen. Auch Red Bull hat zahlreiche Anpassungen vorgenommen, um bald wieder um Siege mitfahren zu können. Selbst Hinterbänkler wie Renault, Haas oder Toro Rosso haben umfangreiche Updates angekündigt.

Weniger Leistung wegen drohender Überhitzung

Aus der Reihe tanzt wieder einmal Sauber. Waren es in der Vergangenheit finanzielle Probleme, die Arbeiten am Auto verhinderten, hinkt nun die Produktion hinterher, denn die Ingenieure haben noch einige Denkaufgaben zu lösen. Wie sich nach den ersten Rennen herausgestellt hat, muss der Ferrari-Antrieb aus Sicherheitsgründen mit weniger Leistung betrieben werden, weil Motor und Elektronik derzeit zu wenig gekühlt werden. Zudem fehlt es dem C36 an Abtrieb.

Deshalb bringt der Hinwiler Rennstall nur die Hälfte des geplanten Updates nach Katalonien. Fahrer Pascal Wehrlein sagt: «Mir ist es lieber, ein Update verzögert sich und schlägt dann richtig ein, als dass wir eines haben, das nur mässig funktioniert.» Der Rest des Pakets soll in zwei Wochen, rechtzeitig zum GP von Monaco, bereit sein.

Montmeló (ESP). Grand Prix von Spanien. Freies Training. Erster Teil: 1. Lewis Hamilton (GBR), Mercedes, 1:21,521 (205,566 km/h). 2. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes, 0,029 Sekunden zurück. 3. Kimi Räikkönen (FIN), Ferrari, 0,935. 4. Sebastian Vettel (GER), Ferrari, 1,079. 5. Max Verstappen (NED), Red Bull-Renault, 1,185. 6. Daniel Ricciardo (AUS), Red Bull-Renault, 1,563. 7. Kevin Magnussen (DEN), Haas-Ferrari, 2,149. 8. Romain Grosjean (FRA/SUI), Haas-Ferrari, 2,237. 9. Nico Hülkenberg (GER), Renault, 2,472. 10. Carlos Sainz (ESP), Toro Rosso-Renault, 2,483.

11. Sergio Pérez (MEX), Force India-Mercedes, 2,667. 12. Esteban Ocon (FRA), Force India-Mercedes, 2,803. 13. Stoffel Vandoorne (BEL), McLaren-Honda, 2,879. 14. Felipe Massa (BRA), Williams-Mercedes, 3,097. 15. Daniil Kwjat (RUS), Toro Rosso-Renault, 3,121. 16. Marcus Ericsson (SWE), Sauber-Ferrari, 3,445. 17. Pascal Wehrlein (GER), Sauber-Ferrari, 3,661. 18. Lance Stroll (CAN), Williams-Mercedes, 4,398. 19.* Sergei Sirotkin (RUS), Renault, 4,772. 20. Fernando Alonso (ESP), McLaren-Honda, ohne Zeit. - * = Testfahrer. - 20 Fahrer im Training.

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