Vor den Moldawien-Spielen: Alle hoffen auf Nkufo und Frei
Aktualisiert

Vor den Moldawien-SpielenAlle hoffen auf Nkufo und Frei

Es gibt kein Wenn und Aber: Am Samstag muss für die Hitzfeld-Truppe beim WM-Qualifikations-Spiel in Moldawien ein Sieg her. Die beiden Torjäger Alex Frei und Blaise Nkufo sollen es richten.

von
Peter Haab
Freienbach

Georges Bregy, 54-facher Nationalspieler und 20-Minuten-Online-Kolumnist, kennt die beiden Topstürmer aus seiner Zeit als Trainer bei Lausanne-Sports (Blaise Nkufo) und Thun (Alex Frei). Bregy beschreibt Nkufo als extrem sensiblen Typen, der nur dann Topleistungen bringen kann, wenn er das hundertprozentige Vertrauen seines Trainers spürt. «Wenn er mal nicht in der Startformation war, musste ich ihm die Gründe dafür immer sehr genau erklären», erinnert sich Bregy. Für den gebürtigen Walliser ist es keine Überraschung, dass Nkufo in der Ära Hitzfeld derart auf geblüht ist. «Ottmar Hitzfeld hat das nötige psychologische Geschick bewiesen, um das Optimum aus ihm heraus zu holen. Und ein Nkufo in Form kann beim Auswärtsspiel in Moldawien zu einem der Trümpfe der Schweizer Nati werden.»

Blaise Nkufo ist sich bewusst, dass die Erwartungshaltung vor dem Auswärtsspiel gegen Moldawien gross ist: «Nach Papierform ist Moldawien ein Gegner, den wir auswärts und zu Hause schlagen müssen, wenn wir uns für die Weltmeisterschaft qualifizieren wollen. Bei einer solchen Ausgangslage stehen die Stürmer immer besonders unter Druck.» Der bald 34-jährige Stürmer des holländischen Klubs FC Twente erwartet in Moldawien ein schwieriges Spiel gegen eine defensiv eingestellte und äusserst kampfstarke Mannschaft. «Darum ist es wichtig, die Geduld nicht zu verlieren, falls wir zu Beginn nicht richtig ins Spiel kommen», mahnt Nkufo.

Frei geniesst Hitzfelds Vertrauen

Für Alex Frei, den Rekord-Torschützen der Schweizer Nationalmannschaft, ist das Wort «Vertrauen» genauso wichtig wie für seinen Sturmpartner Nkufo. Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld ist ihm in dieser Beziehung bis jetzt nichts schuldig geblieben. Er hat stets an seinem Captain festgehalten, obwohl Frei bei seinem Arbeitgeber Dortmund keinen Stammplatz hatte. Frei seinerseits betonte, dass er im Kreise der Nationalmannschaft nicht mehr über seine Situation beim Bundesliga-Klub reden wolle. Jetzt sei hundertprozentige Konzentration auf die beiden Moldawien-Spiele angesagt. Frei zu den beiden Schlüssel-Spielen für die WM-Qualifikation: «Wir haben keinen Anlass, das moldawische Team zu unterschätzen. Die Niederlage gegen Luxemburg hat uns ja gezeigt, dass wir nur mit einer hundertprozentigen Einstellung und der Kampfkraft aller Spieler unsere Leistung bringen können. Falls einige nur 80 Prozent ihres Potenzials abrufen können, wird es für uns selbst gegen Moldawien schwer.»

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