Alle jagen Giorgio Rocca
Aktualisiert

Alle jagen Giorgio Rocca

Im alpinen Schlussbewerb in Sestriere ist der Italiener, der die ersten fünf Slaloms dieser Saison gewonnen hat, der grosse Favorit. Für die drei Schweizer Teilnehmer wäre schon der Gewinn eines Diploms ein Erfolg.

Zu den aussichtsreichsten Jägern von Rocca zählen Jean-Pierre Vidal (Fr) und Kalle Palander (Fi), die beiden andern Saisonsieger neben Rocca, der Österreicher Benjamin Raich, der in diesem Winter viermal auf dem Podest stand, sowie «dieses neue Talent», wie Raich den Amerikaner Ted Ligety zu nennen pflegt.

Mit Ausnahme von Rocca haben alle andern schon ihre Titel: Vidal war Olympiasieger 2002, Palander Weltmeister 1999, Raich ist aktueller Olympiasieger im Riesenslalom und Ligety Olympiasieger in der Kombination. Mit Ausnahme von Rocca und den Amerikanern haben alle in den letzten Tagen in Sestriere trainiert, wo der Schweizer Trainer Sepp Brunner vor allem von Raich und Palander beeindruckt war. Ligety hatte vor zwei Wochen beim gemeinsamen Training mit den Schweizern seine Visitenkarte hinterlassen.

Das Schweizer Team wird den Olympia-Slalom mit drei Mann in Angriff nehmen, nachdem Marc Gini die Selektionshürde nicht geschafft hat: mit Silvan Zurbriggen, Daniel Albrecht und Marc Berthod. Albrecht und Berthod überzeugten mit den Plätzen 4 und 7 in der Kombination. Albrecht brauche sich auch im Slalom nicht zu verstecken, sagt Brunner. «Berthod war dagegen in den letzten Tagen etwas instabil, und Zurbriggen kommt momentan einfach nicht an seine früheren Leistungen heran.» Der Walliser machte noch einen Abstecher zum Europacup-Slalom in Madesimo, wo er aber ausschied.

Dazu sind auch die Startnummern der Schweizer nicht optimal. Zurbriggen und Albrecht treten in der zweiten Startgruppe an, Berthod noch weiter hinten. Ein Vergleich: Das Weltklasse-Resultat von Marc Berthod im Kombinations-Slalom von Sestriere ist wesentlich weniger wert als beispielsweise der 2. Platz von Marc Gini im FIS-Slalom von Westendorf - so eigenartig und komplex sind die Hierarchien in der Slalom-Weltrangliste zementiert.

Slalom (Start 15.00/18.30), Startliste:

1 Giorgio Rocca (It). 2 Jean-Pierre Vidal (Fr, verletzt/startet nicht). 3 Kalle Palander (Fi). 4 Rainer Schönfelder (Ö). 5 André Myhrer (Sd). 6 Benjamin Raich (Ö). 7 Ted Ligety (USA). 8 Markus Larsson (Sd). 9 Alois Vogl (De). 10 Akira Sasaki (Jap). 11 Kentaro Minagawa (Jap) 12 Stéphane Tissot (Fr). 13 Ivica Kostelic (Kro). 14 Reinfried Herbst (Ö). 15 Thomas Grandi (Ka).

16 Aksel Lund Svindal (No). 17 Bode Miller (USA). 18 Mario Matt (Ö). 19 Manfred Mölgg (It). 20 Patrick Thaler (It). 21 Michael Janyk (Ka). 22 Silvan Zurbriggen (Sz). 23 Johan Brolenius (Sd). 24 Pierrick Bourgeat (Fr). 25 Martin Hansson (Sd). 26 Daniel Albrecht (Sz). 27 Felix Neureuther (De). 28 Patrick Biggs (Ka). 29 Hans- Petter Buraas (No). 30 Chip Knight (USA).

Ferner: 50 Marc Berthod (Sz). - 97 Teilnehmer.

Technische Daten: Piste Agnelli. - 210 m HD, Kurssetzer Gert Ehn (Ö), Vincencij Johan (Kro), noch nicht ausgeflaggt.

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