Publikumsliebling: Alle lieben Roger!
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PublikumslieblingAlle lieben Roger!

Egal ob Lille, New York oder Schanghai: Die Fans von Roger Federer sind überall. Auch die Franzosen freuten sich mit – und für den Schweizer Sporthelden.

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Montag, 24. November 2014Die Helden sind zurück. Michael Lammer, Marco Chiudinelli, Severin Lüthi, Roger Federer und Stan Wawrinka (v. l.) präsentieren den Davis-Cup-Pokal in Lausanne.

Montag, 24. November 2014Die Helden sind zurück. Michael Lammer, Marco Chiudinelli, Severin Lüthi, Roger Federer und Stan Wawrinka (v. l.) präsentieren den Davis-Cup-Pokal in Lausanne.

Christian Pfander/freshfocus
Gut aufgelegt: Federer und Wawrinka mit der «Salatschüssel».

Gut aufgelegt: Federer und Wawrinka mit der «Salatschüssel».

Christian Pfander/freshfocus
Auch die Fans kommen auf ihre Kosten, schliesslich gibts ein Selfie mit Federer nicht alle Tage.

Auch die Fans kommen auf ihre Kosten, schliesslich gibts ein Selfie mit Federer nicht alle Tage.

Keystone/Laurent Gillieron

Zuhause, dazu die Weltrekord-Kulisse von über 27'000 Fans, der Sand. Kurz: Die Zuversicht war gross, das Selbstvertrauen riesig – vor allem beim französischen Publikum. Wenn es eine Angst gab, die die Vorfreude trübte, war es die um Roger Federer. Der Traum vom 10. Davis-Cup-Titel sah nämlich so aus: Ein Triumph ihrer Musketiere und dabei dem Grössten aller Zeiten zuschauen.

Dann kam der Freitag – und Wawrinka, der unter tosendem Lärm der roten Fangemeinde aus der Heimat, rund 3000 Schweizer fanden im Hexenkessel von Lille Platz, kurzen Prozess mit Tsonga machte. Mit blauen Shirts für die farblosen Ränge und frischen Kräften in Form von Gasquet/Benneteau sollte Tag zwei die Wende herbeiführen. Doch gegen die doppelte Power von Federer/Wawirnka waren sie alle chancenlos.

Als wäre es gerecht aufgeteilt worden, schlüpfte am Sonntag noch einmal Federer in die Rolle des Stimmungskillers und so mussten die blau-weissen Konfetti mit den rot-silbernen ausgetauscht werden. Und die Franzosen? Sie blieben und applaudierten den Schweizern anerkennend und ehrlich – am meisten aber für Federer. Und so waren viele blaue Shirts auszumachen, auf denen oft sein Name oder einfach nur peRFect stand.

Tsonga war enttäuscht

Und so war es während den drei Tagen in Lille oft der Fall, dass gleich viel oder mehr Lärm gemacht wurde, wenn Federer den Court betrat oder einen schönen Winner schlug. Zumindest bei Jo-Wilfried Tsonga war die Empörung zu Beginn gross: «Die Fans waren zum Teil lauter bei Roger und Stan. Das ist schon ziemlich hart», sagte der in der Schweiz wohnhafte Profi nach seinem verlorenen Einzel gegen Wawrinka, der zu diesem Thema bloss meinte: «Alle lieben Roger. Sie lieben es nun einmal, ihm beim Spielen zuzuschauen.»

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