Aktualisiert 08.03.2004 12:48

Alle Vögel sind nicht mehr da

Weltweit ist jede achte Vogelart vom Aussterben bedroht. Ursachen sind nach den Erkenntnissen der Umweltschutzallianz BirdLife vor allem intensive Landwirtschaft sowie die Abholzung tropischer Regenwälder.

In der am Montag im südafrikanischen Durban veröffentlichten Studie «Zustand der Vögel der Welt 2004» listet BirdLife insgesamt 1211 Vogelarten auf, deren Bestand gefährdet ist.

Die Vogelwelt würde auch durch das Trockenlegen von Feuchtgebieten, Versteppung, Umweltverschmutzung und die um sich greifende Verstädterung ihres Lebensraums beraubt. Vögel gelten als wichtige Indikatoren für den Zustand der Natur.

Ausser Afrika ist der Studie zufolge vor allem in Indonesien der Artenschutz gefährdet. Insgesamt listet der Bericht rund 7500 wichtige Vogel-Lebensräume in 170 Ländern auf.

Die Studie hat nach Angaben der Autoren erstmals alle bisher bekannten Forschungsarbeiten zum Bestand der Vogelwelt zusammengefasst. Sie wurde am Montag auf der Internationalen BirldLife Umweltschutzkonferenz in Durban (Südafrika) vorgestellt.

Bis zum 13. März wollen dort rund 350 Delegierte aus mehr als 100 Länder neue Perspektiven für den internationalen Vogelschutz erörtern. BirdLife International ist eine weltweite Allianz von Vogelschutzorganisationen in mehr als 100 Ländern. (sda)

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