Aktualisiert 09.08.2011 17:48

Franken bleibt starkAlle warten auf Bernanke

Die Achterbahnfahrt an den Weltbörsen geht weiter. Der SMI schloss leicht im Plus . Alle Augen richten sich auf Ben Bernanke der um 20.15 Uhr über die Zinsentwicklung in den USA informiert.

Sturm an den weltweiten Börsen. Wer - wie diese Frau in Japan - die Kurse genau studiert, dem kann leicht schwindlig werden.

Sturm an den weltweiten Börsen. Wer - wie diese Frau in Japan - die Kurse genau studiert, dem kann leicht schwindlig werden.

Die Situation am Dienstagmorgen

Die Sorgen der Investoren vor einer möglichen weltweiten Rezession hat die Börsen in Asien am Dienstag teilweise abstürzen lassen. So verloren die Indizes in Südkorea und Hongkong rund sieben Prozent. Der japanische Nikkei-Index fiel um 4,4 Prozent auf 8694,31 Punkte. Der Hongkonger Hang-Seng-Index verlor 6,7 Prozent auf 19 110,39 Zähler. Der Handel an der südkoreanischen Börse Kospi in Seoul wurde nach einem Absturz um 8,6 Prozent auf 1708,91 Punkte kurzzeitig ausgesetzt. Die Verluste beliefen sich später aber immer noch auf sieben Prozent.

Der wichtigste australische Index S&P/ASX 200 gab um 3,2 Prozent auf 3856,80 Punkte nach. Der neuseeländische Index NZX 50 fiel um 3,9 Prozent, während der Shanghai Composite um 1,3 Prozent abrutschte. Der Ausverkauf biete Investoren nun auch Möglichkeiten, Aktien zum Schnäppchenpreis zu erwerben, sagte der Vizepräsident von Tanrich Securities in Hong Kong, Jackson Wong. Allerdings sei unklar, wann solche Investitionen Früchte trügen. «Es ist schwer vorherzusagen, wie sich der Markt in den USA entwickelt», sagte Wong. Doch wenn sich der Staub gelegt habe und sich die Situation in Europa und den Vereinigten Staaten nicht verschlechtere, werde es eine Kurserholung geben. «Aber die USA müssen sich stabilisieren.»

Die Wall Street in New York hatte am Montag, dem ersten Handelstag nach der Herabstufung der US-Kreditwürdigkeit, mit erheblichen Verlusten geschlossen. Der Dow-Jones-Index der 30 führenden Industriewerte ging um 634,76 Punkte oder 5,5 Prozent zurück und schloss bei 10 809,85 Zählern. Es war der grösste Verlust an einem Tag seit Dezember 2008.

(sda/dapd)

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