Aktualisiert 13.11.2007 13:23

Allein gegen den HB

Das Projekt Stadtraum HB geht erneut in die Warteschleife. Der Rekurs wird von einem Projektgegner vor Bundesgericht weiter gezogen.

Mitte Oktober hat das Zürcher Verwaltungsgericht einen Rekurs gegen den Gestaltungsplan für das Grossprojekt Stadtraum HB abgewiesen. Es stützt damit einen Entscheid der kantonalen Baurekurskommission, den die drei Beschwerdeführer Anfang Juli weitergezogen hatten. Nun will einer der drei verbliebenen Rekurrenten das Urteil des kantonalen Verwaltungsgerichts vor Bundesgericht anfechten. Der Rekurrent ist Eigentümer eines benachbarten Grundstücks, berichtet die «NZZ» in ihrer heutigen Ausgabe. Es ist damit zu rechnen, dass sich die Umsetzung des Projekts um mehrere Monate verzögern wird.

Die hohe Ausnützungsziffer steht im Zentrum der Kritik. Die Rekurrenten sind der Ansicht, dass der Bau des Grossprojekts in der jetzigen Form grosse Nachteile für einzelne Nachbarn zur Folge hätte. Zudem sei das Planungsgebiet wegen der noch offenen Abgrenzung zum betrieblich notwendigen Gleisraum unrechtmässig vage umrissen.

Der Stadtraum HB neben dem Hauptbahnhof soll auf rund 80 000 Quadratmetern ein kleines Quartier mit Wohnungen, Büros, Bildungsstätten, Gastronomie und Läden werden. Zu den Hauptpartnern der SBB und der Stadt gehört die UBS, die im Zentrum des Areals vier zusammenhängende Gebäude für bis zu 1800 Angestellte errichten will. Der Baubeginn ist auf Anfang 2008 geplant, die letzten Arbeiten sollen zehn Jahre später vollendet sein - falls keine Verzögerungen eintreten. Die Stadtzürcher Stimmbevölkerung hat den umstrittenen Gestaltungsplan am 24. September 2006 mit deutlichem Mehr angenommen.

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