Nervige Reality-Stars: Allen gegen alle
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Nervige Reality-StarsAllen gegen alle

Nieder mit den Eintagsfliegen! Regisseur Woody Allen ist sich sicher, dass das Phänomen Reality-Stars - und Leute, die «für nichts» bekannt wurden – schon sehr bald aussterben wird.

von
sim

Woody Allen spricht aus, was andere denken: Der Regisseur, der in seiner Komödie «To Rome With Love» Leute auf die Schippe nimmt, die über Nacht berühmt werden, hat nicht viel übrig für Reality-Stars.

Der 76-Jährige schilderte im Interview mit der «Berliner Morgenpost», dass der Reality-Wahnsinn nicht noch lange anhalten wird: «Diese Sorte Fernsehshows sind eben ein Phänomen der letzten Jahre, sie haben uns mit einem Haufen Menschen bekannt gemacht, deren Ruhm insofern unverdient ist, als dass er aus keinen besonderen Leistungen erwächst. In ein paar Jahren werden wir zurückschauen und uns wundern, dass es da mal eine Zeit gab, in der Menschen für exakt nichts berühmt wurden, und das für einen Tag, eine Woche, höchstens ein Jahr.»

«Es ist einfach besser, berühmt zu sein»

Woody Allen selbst aber würde nur höchst ungern auf seine Prominenz verzichten: «Ich betrachte den Ruhm so, wie der Chauffeur der Benigni-Figur in meinem Film es ausdrückt: Das Leben ist hart, wenn du nicht berühmt bist, es ist aber auch hart, wenn du es bist. Würde ich vor eine Entscheidung gestellt, dann würde ich es immer vorziehen, berühmt zu sein. Ehrlich gesagt: Es ist einfach besser, berühmt zu sein.»

Selbst wenn der Amerikaner die Tücken des Ruhmes kennt, kann er ihm auch die guten Seiten abgewinnen: «Ruhm ist sehr verführerisch, und es ist kein Privileg, das man sich in dem Masse verdient hätte. Gut, die meisten berühmten Menschen machen sich nützlich für die Gesellschaft. Nicht alle, aber fast alle: Schauspieler, Sänger, Sportler bereiten den Menschen doch Freude, nicht?»

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