ALLERGIKER: Allergie durch Trennungsschmerz
Aktualisiert

ALLERGIKERAllergie durch Trennungsschmerz

Traumatische Erlebnisse setzen sich tief im Unterbewusstsein ab. Doch auch der Körper wird von den Spuren gezeichnet. Bei Scheidungskindern entwickelt sich aus dem psychischen Stress manchmal eine Allergie.

Das Nervensystem beurteilt Ereignisse als stressig oder nicht und bestimmt, wie der Körper darauf reagiert. Der Körper produziert verschiedene Stoffe wie Hormone (z.B. Kortisol) und Neurotransmitter (z.B. Adrenalin), die unter anderem das Immunsystem beeinflussen. Falls über längere Zeit ein Ungleichgewicht zwischen den Stoffen besteht, kann das zu Langzeitschäden und Krankheiten wie Allergien führen.

Stress beeinflusst Immunsystem

Bei Gefahr, zum Beispiel bei einem schnell nahendem Auto, ist eine Reaktion des Körpers wichtig. Es wird Adrenalin ausgeschüttet, damit schnell reagiert werden kann. Wenn nun aber Dauerstress herrscht, führt das zu einer Überproduktion der Hormone und das Gleichgewicht von Stresshormonen und Neurotransmittern wird durcheinander gebracht, und die Abwehr des Körpers geschwächt.

Trennung der Eltern bedeutet Dauerstress

In einer grossen Studie des Helmholtz-Zentrums in München und des Instituts für umweltmedizinische Forschung in Düsseldorf wurden Stressereignisse in den frühen Lebensjahren untersucht. Soziale Faktoren im Umfeld von Kindern sowie deren Blutproben wurden unter die Lupe genommen. Im Falle einer Trennung der Eltern oder auch bei einem Umzug wurden erhöhte Konzentrationen des Stresshormons VIP im Blut gefunden.

Die Trennung der Eltern war bei den untersuchten sozialen Ereignissen das, was am meisten Stress auslöste. Andere tragische Ereignisse wie der Tod von Angehörigen, schwere Erkrankungen oder Arbeitslosigkeit der Eltern zeigten eine geringere Konzentration des Stresshormons auf.

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