Italien versagt – WM in Katar, wir kommen! Schweizer Nati schiesst Bulgarien mit 4:0 ab

Italien versagtWM in Katar, wir kommen! Schweizer Nati schiesst Bulgarien mit 4:0 ab

Im letzten WM-Quali-Spiel empfing die Nati in Luzern Bulgarien. Zeitgleich musste Italien in Nordirland ran. Doch nur die Schweiz schaffte es, zu überzeugen. Sie feierte eine Tor-Party, während Italien enttäuschte.

von
Nils Hänggi
Darius Herzog
Tobias Wedermann

Noah Okafor schiesst kurz nach der Pause das 1:0 für die Nati. (Video: SRF)

Um 21.50 Uhr herrschte das erste Mal Ausnahmezustand in der Luzerner Swissporarena. Nach diversen vergebenen Torchancen, über ein Dutzend mittelmässigen Eckbällen und über 70 Prozent Ballbesitz war der Knoten in der 48. Spielminute endlich geplatzt.

Nati-Captain Xherdan Shaqiri flankte in den Ball in seinem 100. Länderspiel für die Schweiz gefühlvoll in den Strafraum und Shootingstar Noah Okafor traf zum 1:0. Die Gegenwehr der Bulgaren war gebrochen und die Nati nahm erst richtig Fahrt auf – kreierte Torchancen im Minutentakt. In der 57. Spielminute hämmerte der Innerschweizer Lokalmatador Ruben Vargas den Ball ins Tor zum 2:0.

Italien enttäuschte gegen Nordirland

Die Schweiz spielte sich in einen Rausch – Gavranovic traf nach erneutem Shaqiri-Lupfer zum vermeintlichen 3:0, doch der Videoschiedsrichter schritt ein. Abseits. Nächste Szene, gleicher Pfiff: Der eingewechselte Cedric Itten traf mit seiner ersten Ballberührung ins Tor, doch wieder Abseits. In der 72. Minute durften die Schweizer Fans im ausverkauften Stadion dann endlich wieder jubeln: Nach einer Flanke von Renato Steffen köpft Cedric Itten zum 3:0.

Damit wurde so richtig Druck in Richtung Nordirland aufgebaut, wo Europameister Italien eine schwache Leistung zeigte und kein Tor hinkriegte. Und um 22:34 war das WM-Ticket dann definitiv gebucht. Remo Freuler traf zum 4:0 für die Schweiz und fast gleichzeitig wurde in Nordirland abgepfiffen. 0:0 zwischen Nordirland und Italien. Die Italiener enttäuschten.

Die Nati machte seinerseits ihre Hausaufgaben und schaffte den absoluten WM-Coup. Keine Niederlage in der gesamten Gruppenphase, nur zwei Gegentore und den amtierenden Europameister in die Barrage geschickt. Die Schweiz ist an der Weltmeisterschaft in Katar 2022 mit dabei! (wed)

Stimmen zum Spiel

Xherdan Shaqiri: «Es ist wie ein Traum für mich. Ich durfte 100 Spiele machen bisher für die Schweiz. Ich muss der Mannschaft ein grosses Kompliment machen. Alle sind froh, alle sind stolz – ein wunderschöner Tag. Wir haben es geschafft, dies war unser Ziel. Die Mannschaft hat Grosses geleistet in der Kampagne. Auch Murat Yakin muss man danken. Es war sicherlich nicht einfach, in die Fussstapfen von Vladimir Petkovic zu treten.»

Noah Okafor: «Ich wollte von Anfang an, alles geben für die Mannschaft. Ich habe alles gegeben. Ich bin natürlich stolz auf mein erstes Tor, aber insbesondere auf die Qualifikation für die WM 2022. Ich bin unglaublich stolz auf das ganze Land. Wir wussten, wir müssen viele Tor erzielen. Wir machten einfach weiter. Nach dem 1:0 lief es dann wie am Fliessband. Das Wichtige ist nun, fit und bescheiden zu bleiben.»

Ruben Vargas: «Es war sehr schön, wieder einmal zuhause zu spielen. Mit diesem Sieg und der direkten Qualifikation für die WM umso mehr. Wir hatten sehr viele Möglichkeiten in der ersten Halbzeit. In der zweiten Hälfte konnten wir dann zum Glück sehr schnell in Führung gehen. Wir wussten, dass es nicht einfach werden würde. Aber die Fans haben uns zum Glück bis zum Schluss unterstützt.»

Murat Yakin: «Die Jungs haben es spannend gemacht – Chancen um Chancen. Ich war froh, dass mein Assistent nie mit dem Resultat von Nordirland-Italien zu mir gekommen ist. Wir hatten selbst Mühe in Nordirland. Der Dank geht sicher auch an Nordirland. Unser Team hat aber von A bis Z harmoniert. Wir hatten sicherlich auch etwas Glück, wenn man die Duelle gegen Italien betrachtet. Aber Glück braucht es im Fussball.»

Manuel Akanji: «Ich zitterte extrem auf der Tribüne. Ich habe nebenbei das Italien-Spiel mitverfolgt. Nachdem wir aber unsere Chancen verwertet haben, bekam ich ein richtig gutes Gefühl. Es war unglaublich, in diesem Stadion zusammen mit der Mannschaft diesen Sieg zu feiern.»

Fabian Frei: «Es ist ein ganz spezieller Moment für mich. Vor ein, zwei Jahren hätte ich nie gedacht, dass ich so einen Moment erleben darf. Ich bin sehr dankbar für die Chance und dass ich hier dabei sein kann. Gute Leistungen auf dem Platz sind nur möglich, wenn man Selbstvertrauen spürt. Es ist momentan einfach schön, der Mannschaft zu helfen. Wir haben eine coole Truppe, die es absolut verdient hat, direkt an die WM zu gehen. Meine Chancen auf eine erste WM-Teilnahme sind so sicherlich gestiegen. Ich bin aber nur froh, dass ich meinen Teil dazu beitragen konnte. Es haben heute sehr viele wichtige Spieler gefehlt. Das Land kann also sehr stolz sein auf diese Mannschaft.» (dhe)

Deine Meinung

Montag, 15.11.2021

Breel Embolo freut sich vom Sofa aus!

Glückwünsche aus der Bundesliga!

Er darf natürlich nicht fehlen!

«Mit dieser Mannschaft ist einiges möglich»

YES, WE DID IT!

DAS SPIEL IST AUS! DIE SCHWEIZ FLIEGT DIREKT ZUR WM!

98': Aus, aus, aus! Die Schweiz demontiert Bulgarien in Luzern mit 4:0 und qualifiziert sich direkt!

Murat Yakin tauscht nochmals doppelt

97': Jubilar Shaqiri und Schär gehen vom Platz, Aebischer und Sow kommen rein.

Standing Ovations in der Swissporarena

95': Die Schweizer Fahnen wehen unermüdlich, das Stadion ist in rot getaucht. Stehende Ovationen in Luzern. Zurecht!

Die Partie in Italien ist vorbei

90' Nordirland – Italien: Die Partie in Italien ist vorbei! Das heisst: Die Schweiz fährt an die WM in Katar!

TOOOOOOOR FÜR DIE SCHWEIZ! FREULEEEEER!

91': Remo Freuler macht das Vierte! Shaqiri setzt sich wiedermal wunderbar durch, mithilfe von Widmer. Dann der überlegte Pass an die Strafraumgrenze, wo Freuler steht. Er steht genau richtig, nimmt Mass und hämmert das Ding ins Netz. Und: Damit trifft ein weiterer Ex-FCL-Spieler.

Acht Minuten Nachspielzeit!

91': Eine gehörige Portion gibt es obendrauf vom Schiedsrichter. Aber klar: Drei Tore, viele Wechsel, ein paar VAR-Entscheide.

Es ist noch nicht vorbei, aber es hat etwas ...

Angeschlagener Nedelev kehrt zurück

87': Er kehrt zurück. Damit also wieder elf gegen elf. Noch rund zehn Minuten inklusive Nachspielzeit.

Es geht weiter – Bulgarien, einer weniger!

85': Bei Todor Nedelev geht es allerdings nicht mehr weiter. Der Flügelspieler muss raus. Nur: Die Gäste können nicht mehr tauschen. Die Schweiz in den letzten Minuten in Überzahl!

Verletzungsunterbrechung

84': Bulgariens Nedelev muss auf dem Feld gepflegt werden. Der Schiri zeigt es an: Es wird alles nachgespielt. Und: Das Spiel in Nordirland ist scheinbar ein, zwei Minütchen voraus.

Italiener versinken im Tal der Tränen

84' Nordirland – Italien: Von den Italienern kommt nix mehr. Wirklich – gar nix. Sie versinken im Tal der Tränen. Die Italiener probieren es zwar noch, aber es wirkt lustlos.

Die Uhr läuft und läuft ...

… für die Schweiz!

Nächster Schweizer Wechsel

80': Torschütze Vargas geht unter viel Applaus vom Feld. Andi Zeqiri kommt rein. Erneut ein goldenes Händchen von Muri Yakin?

Schweizer weiter auf Hochtouren

77': Und genau so muss es auch sein. Nur nicht nachlassen. Weiter dran bleiben. Vargas wird geschickt und holt immerhin noch einen Eckball heraus. Dieser bringt aber nichts ein.

Die Italiener schiessen fast ein Eigentor!

75' Nordirland – Italien: Die Italiener fast mit dem Eigentor! Das ist unfassbar! Sie sind völlig verwirrt, spielen absolut ohne Plan. Und dabei müssten die Italiener mit 2:0 gewinnen, wenn sie noch Platz eins schaffen wollen.

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