Alles in Ordnung
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Alles in Ordnung

Am Anfang stand die geniale Idee von der digitalen Agenda. Mit dem
Palm wurde sie Wirklichkeit. Inzwischen sind er und seine Klone unentbehrlich.

Text -- Jan Graber

Als 1996 die ersten Palm Pilots auf den Markt kamen und ins Bewusstsein von Büromenschen und notorischen Terminchaoten traten, wurde schnell klar: Die Helfer in der Grösse einer Handfläche (das deutsche Wort für Palm) würden Arbeits- und Privatleben von Grund auf verändern. Plötzlich war es möglich, sich akustisch auf Termine hinweisen zu lassen, Aufgabenlisten elektronisch zu verwalten und wichtige Daten jederzeit dabeizuhaben – Funktionen, auf die heute kein in Sitzungsterminen ertrinkender Geschäftsmensch mehr verzichten kann.

1997 wurde der Palm von der Zeitschrift «Informations Week» zum wichtigsten neuen Produkt erkoren. Bald schon sprangen andere Hersteller auf den Erfolgszug auf. Mit dem Aufkommen neuer Produkte wurden weitere Namen dafür erfunden: Personal Digital Assistant (PDA), Organizer, PocketPC, Handheld.

Heute dominieren zwei Gerätetypen den Markt: Die PDAs, die unter dem Original-Betriebssystem PalmOS laufen, und die

PocketPCs, die mit Windows CE ausgerüstet sind. Zahlreiche Funktionen sind hinzugekommen – zu den wichtigsten gehören Internetzugang und E-Mail. Die neusten PDAs erledigen diese Aufgaben gar drahtlos über WiFi.

Mit welchem Organizer man Ordnung ins Aufgaben- und Terminchaos bringen möchte, entscheidet sich vor allem durch persönliche Vorlieben in Bezug auf das Betriebssystem, sprich die Menüführung. PocketPCs mit Windows CE haben den Vorteil, dass sie sich leichter mit dem Windows-PC synchronisieren lassen – jedoch nicht mit dem Mac. Dafür fressen Palm-Geräte weniger Strom und ein kleineres Loch in die Brieftasche.

Wer oft unterwegs ist, sollte den Kauf eines mit Wireless ausgerüsteten Organizers in Betracht ziehen. Reisende, die sich zudem in fremden Städten zurechtfinden müssen, können das Gerät um ein Navigationssystem mit Global Positioning (GPS) erweitern. Nicht zuletzt spielen Grösse und Gewicht, Bildschirmqualität, die Akku-Betriebsdauer und die für die jeweilige Marke verfügbare Software eine Rolle beim Kaufentscheid.

Organizer sind übrigens hervorragende Weihnachtsgeschenke mit Zukunftspotenzial: Zusatzprodukte wie Speichererweiterungen, Tastaturen oder schmucke Etuis befreien nämlich auch gleich vom Kopfzerbrechen für die folgenden Geschenk-Saisons.

Top-Organizer

Toshiba PocketPC e750 WiFi, 995 Fr.,

HP iPAQ h2210/h1940, 799/499 Fr.,

Dell Axim X5, ab 376 Fr.,

Sony Clié PEG-TG50, PEG-NX73V, 559/699 Fr.,

Palm Zire 71 inkl. MP3-Kit, 449 Fr.,

Tungsten T3, 649 Fr.

Nützliche Software

Documents to Go für den Austausch von MS-Office-Daten, TomTom-Navigator für Satellitennavigation, eWallet für Passwörter und Kreditkartendaten.

Wichtigstes Zubehör

Anschliessbare Tastatur (für Palm auch Wireless), Schutzhülle für den kleinen Liebling, Bluetooth-Erweiterung, GPRS- und Wireless-Karte. Einige Geräte von HP, Sony und Palm können zudem mit einer Kamera ausgerüstet werden.

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