Deutschland:  «Alles Menschenmögliche getan» – Suche nach Julian (24) wird eingestellt

Publiziert

Deutschland «Alles Menschenmögliche getan» – Suche nach Julian (24) wird eingestellt

Seit Samstagnachmittag suchen Rettungskräfte nach dem 24-jährigen Julian. Er war bei einer Wanderung vom Wintereinbruch überrascht worden und abgestürzt.

1 / 7
Der junge Mann war trotz des frühen Wintereinbruchs zu seiner hochalpinen Tour aufgebrochen. 

Der junge Mann war trotz des frühen Wintereinbruchs zu seiner hochalpinen Tour aufgebrochen. 

Privat
Seit Samstagnachmittag wird Julian am Hochkalter in den Berchtesgadener Alpen vermisst.

Seit Samstagnachmittag wird Julian am Hochkalter in den Berchtesgadener Alpen vermisst.

Facebook/Bergwacht Ramsau
Die Suche musste am Sonntag wetterbedingt ohne Erfolg abgebrochen werden.

Die Suche musste am Sonntag wetterbedingt ohne Erfolg abgebrochen werden.

Facebook/Bergwacht Ramsau

Darum gehts

  • Julian begab sich allein auf eine Wanderung in den Berchtesgadener Alpen. 

  • Dabei wurde er vom Wintereinbruch überrascht und geriet in eine Notlage.

  • Trotz intensiver Suche konnte er nicht gefunden werden.

  • Die Suche nach dem 24-Jährigen wurde nun eingestellt. 

Seit Samstagabend fehlt von Julian jede Spur. Er befand sich auf einer Wanderung in den Berchtesgadener Alpen und wurde offenbar vom plötzlichen Wintereinbruch überrascht. Am Hochkalter im Bundesland Bayern ist der Mann vermutlich zwischen 2400 und 2500 Höhenmetern in Schwierigkeiten geraten und eine grössere Strecke abgerutscht

Unwirtliches Wetter zwang Rettungskräfte, die Suche zu unterbrechen

Doch das schlechte Wetter zu Wochenbeginn verunmöglichte die weitere Suche nach dem jungen Mann. Es habe derart geschneit und ein eisiger Wind geblasen, dass eine Suche nach dem Verunglückten sowohl am Boden als auch aus der Luft unmöglich und für die Einsatzkräfte selbst mit einer hohen Lebensgefahr verbunden gewesen sei, teilt die Polizei mit. «Doch dank der günstigen Wetterlage konnten die Suchmassnahmen nach dem vermissten 24-jährigen Bergsteiger am Hochkalter am Mittwoch und Donnerstag noch einmal intensiviert werden», heisst es weiter.

Zweiter Anlauf mit grossem Aufwand

Dabei seien zwei Polizeihelikopter und eine Drohne der Grenzpolizeiinspektion Piding zum Einsatz gekommen. Auch ein Kampfflugzeug der Bundeswehr wurde laut Polizeiangaben eingesetzt, um nähere Erkenntnisse zum Aufenthaltsort des Vermissten in der mehrere Hundert Meter hohen Felswand zu erlangen.

Die Suchmannschaften von Bergwacht und Polizei setzten dabei auch eine sogenannte Recco-Boje ein, um eventuelle Geräte mit verbauten Halbleitern zu orten und so den Vermissten lokalisieren zu können. 

Nur den Rucksack gefunden

Diese Recco-Boje habe schliesslich Donnerstagmittag zum Auffinden des Rucksacks des Vermissten geführt, wodurch der Suchbereich erneut habe eingegrenzt werden können. Aus den am Mittwoch gewonnenen Erkenntnissen seien die Suchmassnahmen am Donnerstag nochmals konzentriert worden. «Speziell die terrestrische Suche in der Felswand ist dabei in den Vordergrund gerückt. Hierbei unterstützte über den ganzen Tag ein Helikopter der Polizeihelikopterstaffel Bayern aus der Luft», teilt die Polizei weiter mit.

In den Nachmittagsstunden konnte über diese Boje ein weiteres Signal aus der Wand empfangen werden. Die nähere Absuche durch ein durch den Polizeihelikopter dorthin geflogenes Bergführer-Team sei allerdings ergebnislos verlaufen.

Suche nach knapp einer Woche eingestellt

Zum jetzigen Zeitpunkt bleibt der 24-Jährige trotz des massiven Sucheinsatzes vermisst. «Seitens der örtlichen Bergwacht und der Polizei wurde seit dem Unfalltag alles Menschenmögliche unternommen, um den Vermissten noch lebend zu finden», teilt die Polizei mit. Hierzu seien insbesondere durch die Ehrenamtlichen der Bergwacht am Berg und im Tal sowie die hauptamtlichen Alpinbergführerinnen und Alpinbergführer des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd weit über tausend Einsatzstunden abgeleistet worden. Aufgrund der Gesamtumstände sei der Einsatz in den vergangenen Tagen nicht nur körperlich, sondern auch seelisch enorm belastend gewesen.

Trauerst du oder trauert jemand, den du kennst?

Hier findest du Hilfe:

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirchen

Muslimische Seelsorge, Tel. 043 205 21 29

Jüdische Fürsorge, info@vsjf.ch

Lifewith.ch, für betroffene Geschwister

Verein Regenbogen Schweiz, Hilfe für trauernde Familien

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Pro Senectute, Beratung älterer Menschen in schwierigen Lebenssituationen

Keine News mehr verpassen

Mit dem täglichen Update bleibst du über deine Lieblingsthemen informiert und verpasst keine News über das aktuelle Weltgeschehen mehr.
Erhalte das Wichtigste kurz und knapp täglich direkt in dein Postfach.

(pco)

Deine Meinung