Alles oder nichts für Tom Lüthi
Aktualisiert

Alles oder nichts für Tom Lüthi

Bisher verlief die Saison überhaupt nicht nach den Vorstellungen von Tom Lüthi. Der Emmentaler fährt beim GP von Italien auch bereits für die neue Saison. Derweil könnte Randy Krummenacher bei seinem Team vor dem Abgang stehen.

von
Jörg Caluori
Mugello

Der Moto-GP-Zirkus gastiert dieses Wochenende in Mugello, einer der schönsten Rennstrecken im Kalender. Die Strecke liegt ca. 30 km nordöstlich von Florenz eingebettet in die sanften Hügelzüge der Toskana. Hier führen schnelle und attraktive Kurven rund um das Fahrerlager bergauf und bergab. Im Jahr 1988 wurde die 5,245 km lange Strecke von Ferrari zurückgekauft und nach den neuesten Kriterien ausgebaut. Eine Mischung aus langsamen und schnellen Abschnitten mit sogenannten Mut-Kurven wie auch langen Geraden macht Mugello zu einer der forderndsten Stecken für Fahrer und Maschine.

Jetzt müssen sich die Fahrer des Emmi Caffè Latte Teams beweisen. Allen voran Tom Lüthi. Will er in dieser Saison noch das erklärte Ziel, nämlich Spitzenplätze und Punkte für einen vorderen Platz im WM-Klassement, erreichen. Das Geschäft ist knallhart, obwohl mit viel Pech zwischenzeitlich nur auf dem 13. Rang der WM, müssen jetzt im Juni mit vier Rennen kurz in Folge Top-Resultate her. Denn es geht um nichts anderes als eine positive Zukunft des Teams, das zu Beginn der Saison 2008 mit hohen Ambitionen sowohl in der 250er als auch in der 125er Klasse gestartet ist.

Die Saison 2009 steht bereits in Planung und ohne Spitzenresultate wird es schwieriger in den Verhandlungen mit Sponsoren und Investoren. Geduld hat in diesem Geschäft kurze Beine, Lüthis als auch Corteses (125er) teilweise hervorragende Trainingsresultate gleichen die mangelnden Rennresultate nicht aus. Bleibt zu hoffen, dass der Schweizer jetzt das Glück auf seine Seite zwingen kann und in Mugello endlich den längst verdienten Spitzenplatz einfährt.

Krummenacher vor Abgang?

Für die beiden jungen Schweizer Piloten gilt es ihrerseits, an die Leistungen vor Le Mans (Aegerter) oder in Frankreich (Krummenacher 10. Platz) anzuknüpfen. Vor allem Krummenacher möchte sich im besten Licht für andere Teams präsentieren, denn sein Weggang vom KTM-Team scheint auf nächste Saison realistisch. Er fühlt sich mit seiner 125er im «Schatten» der erfolgreichen 250er sichtlich nicht mehr wohl.

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