Fans und Spieler hässig: Alles Pfeifen? Schiris patzen gleich mehrfach

Aktualisiert

Fans und Spieler hässigAlles Pfeifen? Schiris patzen gleich mehrfach

In der aktuellen Runde der Super League kommt es gleich zu fünf strittigen Strafraum-Szenen in vier Partien. Doch jedes Mal bleibt der Pfiff aus. Die Leistungen der Referees lassen zu wünschen übrig.

von
dke

YBs Matias Vitkieviez wird von Basels Joo-Ho Park im Strafraum umgesägt, doch der Penalty-Pfiff bleibt aus. (Quelle: Youtube/<a href="http://www.youtube.com/watch?v=B-8iRIVRSow"_blank">stivu1</a>)

In der 9. Runde der Super League trifft YB im Kampf der Titanen auf den FC Basel. Das 1:1-Schlussresultat verkommt aber zur Nebensache. In der 89. holt Basels Joo-Ho Park den YB-Stürmer Matias Vitkieviez im Strafraum von den Beinen – der Pfiff bleibt aus. Das ganze Stadion fordert den fälligen Elfmeter. Schiedsrichter Studer zeigt sich aber unbeeindruckt und lässt das Spiel weiterlaufen. Die Basler sind froh darüber, die Berner finden es «zum Kotzen».

Es ist aber nicht die einzige strittige Strafraum-Szene des Wochenendes. In vier Partien der aktuellen Super-League-Runde gibt es gleich fünf elfmeterwürdige Situationen. Und ebenso viele Male bleiben die Pfeifen der Unparteiischen stumm.

Chermiti aufgeschlitzt

Im Zürcher Derby ist es GC-Keeper Roman Bürki, der mit einem blauen Auge davonkommt. Ohne Rücksicht auf Verluste springt der Grasshoppers-Schlussmann in seinen Gegenspieler Amine Chermiti, der FCZ fordert den Penalty. Doch Spielleiter Hänni sieht das nicht so – der Pfiff bleibt aus. Der tunesische Angreifer zieht sich bei der Aktion eine Fleischwunde am Oberschenkel zu und muss verletzt ausgewechselt werden. Das alles geschieht in der 89. Minute. Kurz darauf feiern die Hoppers einen knappen 1:0-Sieg gegen den FC Zürich.

In der Startphase des Spiels zwischen Lausanne und Luzern ist es LS-Verteidiger Jérôme Sonnerat, der den Ball im eigenen Strafraum klar mit der Hand blockt – der Pfiff bleibt aus. Gleiche Partie, gleicher Ort, einige Minuten später: Lausannes Rodrigo reisst Tomislav Pulji am Trikot um. Penalty? Fehlanzeige, auch in diesem Fall sieht Schiri Graf keine Regelwidrigkeit und lässt weiterlaufen.

FCSG gewinnt auch ohne Penalty

St. Gallen ist momentan nicht zu stoppen, auf den Elfmeterpfiff sind die Ostschweizer beim 2:0-Sieg gegen Servette nicht angewiesen. Als Servette-Keeper David Gonzalez den FCSG-Stürmer Franck Etoundi im Strafraum auflaufen lässt, wäre allerdings ein Penalty fällig gewesen – doch der Pfiff bleibt aus. Für diese Notbremse hätte Ref Zimmermann dem Genf-Goalie den roten Karton zeigen und ihn unter die Dusche schicken sollen.

Tatsächlich könnte man meinen, in der Super League seien während der dreiwöchigen Nati- und Cup-Pause die Penaltys abgeschafft worden. Oder werden die Regeln einfach ein wenig neu ausgelegt? Wie sehen Sie das?

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