AllofMP3 geht es an den Kragen
Aktualisiert

AllofMP3 geht es an den Kragen

In England könnte die beliebte MP3-Website AllofMP3.com bald illegal sein. Der Dachverband der englischen Musikindustrie darf nach einem neuen Gerichtsbeschluss eine Klage gegen die Russen führen.

Ein Richter gab dem Institut am Dienstag die Erlaubnis zu einer gerichtlichen Anklage gegen die russische MP3-Seite ALLofMP3.com. Auf der russischen Seite können Musikalben zum Preis von unter einem Pfund gekauft werden. Media Services, der Eigentümer von Napster, fordert Einsicht in die russischen Copyright-Rechte, die günstigere Bereitstellung von Musik im Internet möglich machen.

Das phonographische Institut bekräftigt, dass Media Services Lizenzkosten an russische Gesellschafen gezahlt habe, wohlwissend, dass die russische Website nie die Erlaubnis zum Verkauf der Musik seitens der Rekordlabels und Bands bekommen habe. US-Handelsabgeordnete bezeichnen den Vorfall als russische Raubkopien-Piraterie. Der Vorsitzende des phonographischen Instituts, Roz Groome, verlautbart, dass der gerichtliche Bescheid ein wichtiger Schritt gegen Raubkopien und gegen den Verstoss von Copyrights sei. Mit der Entscheidung könne auch die Illegalität von AllofMP3 bewiesen werden. Groome kritisiert auch die Darstellung als legalen, billigeren Musikanbieter der Webseite.

AllofMP3.com ist nach Apple's iTunes das zweitbeliebteste Download-Filesharing-Angebot in Grossbritannien. Napster, eines der ersten Filesharing-Programme, liegt mit acht Cent an dritter Stelle in der Reihung der Downloads. Die Musikindustrie bezeichnet das Anwachsen der Filesharing-Software als Bedrohung für den CD-Handel.

Deine Meinung