Entscheidende Tore: Almerares – der Basler Double-Schütze?
Aktualisiert

Entscheidende ToreAlmerares – der Basler Double-Schütze?

Der FC Basel kann diese Saison immer noch Meisterschaft und Cup gewinnen. Falls beide Pokale ans Rheinknie gehen, hat Federico Almerares einen gewichtigen Anteil daran. Wer ist dieser Mann?

von
Herbie Egli

Almerares stiess 2003 als 18-Jähriger zu River Plate, neben den Boca Juniors der bekannteste Verein Argentiniens. In der 1. Mannschaft – in der er Teamkollege des heutigen FCB-Goalies Franco Costanzo war – kam er jedoch nur zu Teileinsätzen. Vielmehr machte der 1,83 Meter grosse Stürmer bei den Reserven auf sich aufmerksam. In 50 Partien schoss er 37 Tore. Ausserdem war er Stammspieler in der U15-, U17- und U20-Nationalmannschaft von Argentinien. Im Sommer 2008 wurde der argentinisch-italienische Doppelbürger vom FC Basel mit einem Dreijahresvertrag verpflichtet. Im ersten Jahr kam der Stürmer jedoch nur zu einem Einsatz in der obersten Schweizer Spielklasse.

Schlechte Tor-Ausbeute

In der laufenden Saison bringt es Almerares immerhin schon auf 22 Einsätze in der Axpo Super League. Er traf jedoch erst dreimal ins gegnerische Netz. Diese Statistik spricht eigentlich nicht für einen Stürmer. Aber der bald 25-jährige Argentinier hat diese drei Treffer in den letzten zwei Spielen erzielt. Gegen Sion gewann der FCB dank zwei Toren von ihm 4:3 - gegen den FCZ schoss der Argentinier das 2:1-Siegtor. Diese drei Treffer könnten noch sehr entscheidend sein. Denn damit hielt und hält Basel den Druck auf Leader YB immer aufrecht. Nach der gestrigen Berner Pleite gegen GC kann das Team von Trainer Thorsten Fink mit einem Sieg gegen St. Gallen den Rückstand sogar auf drei Punkte verringern.

Im Schatten von Frei und Streller

Normalerweise findet sich Almerares beim FCB auf der Ersatzbank. Mit Alex Frei und Marco Streller stehen ihm zwei treffsichere Schweizer Stürmer (zusammen 32 Tore) vor der Sonne. Beide sind aber derzeit verletzt. Daher durfte der Argentinier in den letzten zwei Spielen von Anfang an ran. Er dankte es mit drei Toren. In den übrigen Partien kam Almerares meist nur zu Teileinsätzen. Ausser Anfang Saison, als er ebenfalls zweimal 90 Minuten spielen durfte. Ein Tor gelang ihm damals aber nicht. FCB-Trainer Fink sagte jüngst über Almerares, dass er ein ähnlicher Spielertyp wie Streller sei.

Sicherer Cup-Schütze

Viel treffsicherer als in der Meisterschaft zeigt(e) sich Almerares im Cup und in der Europa League. In vier nationalen Cup-Spielen gelangen ihm ebenso viele Tore. Zuletzt schoss der Argentinier den 1:0-Siegtreffer im Halbfinal in Kriens. Auch wenn es für die Basler ein «Knorz» war – mit seinem Tor ebnete Almerares dem FCB den Weg in den Cupfinal. Dank dem bald 25-jährigen südamerikanischen Stürmer kann der FC Basel also auch noch von diesem Titel träumen.

Die Europa-League-Träume mussten die «Bebbis» jedoch nach der Vorrunde begraben. Obwohl Almerares in der Qualifikation und Gruppenphase fünf Treffer beisteuerte, schied der FCB frühzeitig aus.

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