Sponsored - Als Anfängerin einen 4000er erklimmen? Wir haben es gewagt.
Der Aufstieg bis zum Gipfel des Breithorns dauert etwa zwei Stunden. Auf diesem Bild hat die Gruppe noch etwa eine davon vor sich. Unsere Redaktorin läuft in der rechten Reihe in der Mitte. 

Der Aufstieg bis zum Gipfel des Breithorns dauert etwa zwei Stunden. Auf diesem Bild hat die Gruppe noch etwa eine davon vor sich. Unsere Redaktorin läuft in der rechten Reihe in der Mitte.

Nicole Schafer Photo & Film
Publiziert

SponsoredAls Anfängerin einen 4000er erklimmen? Wir haben es gewagt.

Die Schweiz hat 48 Gipfel, die höher als 4000 Meter sind. Einen davon hat Redaktorin Malin im Rahmen der 100% Women Peak Challenge von Schweiz Tourismus erklommen. So ist es ihr ergangen.

von
Malin Mueller

4000 Meter. Allein die Zahl ist ziemlich einschüchternd. Die Vorstellung, dass ich – Vorkenntnisse im Bergsteigen praktisch null – in einigen Tagen selbst auf dem Gipfel des Breithorns stehen würde, 4164 Meter über dem Meer finde ich ziemlich cool! Aber auch unwirklich. Einschüchternd. Beängstigend. Doch genau das ist der Plan, und langsam bekomme ich weiche Knie.

100% Women Peak Challenge

Die 100% Women Peak Challenge ist Teil der Kampagne «100% Women», wird von Schweiz Tourismus organisiert und animiert reine Frauenseilschaften dazu, vom 8. März bis 8. Oktober 2021 alle 48 4000er-Gipfel der Schweiz zu erklimmen. Damit will sie für mehr Sichtbarkeit von Frauen im Bergsport und allgemein im Outdoor-Bereich sorgen. Das ist dringend nötig, denn unter den heute 1556 Bergführern in der Schweiz sind gerade einmal 42 Frauen. Erst 1986 erhielt Nicole Niquille als erste Schweizer Frau ihr Bergführerdiplom. Bis heute kämpfen weibliche Profis wie Anfängerinnen mit Vorurteilen, die den Einstieg in den Bergsport erschweren – höchste Zeit, etwas dagegen zu tun.peakchallenge.myswitzerland.com

Allein unter Profis?

Noch träumt die Mediengruppe von dieser Aussicht. In ein paar Tagen wird sie Realität.

Noch träumt die Mediengruppe von dieser Aussicht. In ein paar Tagen wird sie Realität.

Nicole Schafer Photo & Film

Die erste Station auf meinem Weg Richtung Gipfel: Andermatt. Ich bin aufgeregt, habe mich die Tage vor der Reise aber mit dem Gedanken beruhigt, dass die meisten der anderen Teilnehmerinnen ebenfalls keine Erfahrung mit hohen Gipfeln haben werden. Bis wir uns nach der Anreise gegenseitig vorstellen: Outdoor-Redaktorinnen, Reisebloggerinnen, Freelancerinnen für Wander- oder Kletterthemen – und ich, Beauty-Redaktorin. Ich bin zwar fit, aber bisher mit eng geschnürten Sneakers wandern gegangen. Richtige Wanderschuhe habe ich mir erst für diesen Trip gekauft. Ich trage Gelnägel. Hilfe! Kann ich noch einen Rückzieher machen?

Kein Weg zurück

Voll ausgerüstet führt am Klettersteig kein Weg mehr vorbei.

Voll ausgerüstet führt am Klettersteig kein Weg mehr vorbei.

Elena Bianco

Am nächsten Morgen geht es zur Vorbereitung auf den Klettersteig. Als ich kurz vor der Via Ferrata Diavolo (beruhigender Name, hm?) überlege umzukehren, habe ich Klettergurt, Helm und Handschuhe bereits angelegt. Und ein Seil an meinem Körper, das mich und fünf andere mit Caro North verbindet, einer erfahrenen Bergführerin, die uns die 519 Meter am Fels hoch führen wird. Caroline George, Mountain Guide Nummer zwei, übernimmt die restlichen Teilnehmerinnen. Wir hängen also fest, und was soll ich sagen: Der Aufstieg macht mir richtig Spass.

Am Klettersteig läuft es für unsere Redaktorin besser, als zunächst erwartet.

Am Klettersteig läuft es für unsere Redaktorin besser, als zunächst erwartet.

Raquel Furtado

Ich halte gut mit – und freue mich an der Spitze, dass es morgen weitergeht. Nach dem Abstieg springen wir auf den Glacier Express in Richtung Zermatt, Station Nummer 2.

Von 21 auf -2 Grad

Da angekommen werden wir am nächsten Morgen vom Mammut Store mit einem Klettergurt, Steigeisen und einer Eisaxt ausgestattet.

Eisaxt, Steigeisen und Co. bekommen wir vom Mammut Store in Zermatt.

Eisaxt, Steigeisen und Co. bekommen wir vom Mammut Store in Zermatt.

Nicole Schafer Photo & Film

Dazu trage ich ein Langarmshirt und in meinem Rucksack ein Fleece-Oberteil, eine Daunenweste, eine Windjacke … ich erwähne das alles, weil es draussen 21 Grad hat. Eine Stunde später sind es -2. Dazwischen liegt eine Fahrt mit der welthöchsten Seilbahn, dem Matterhorn Glacier Ride, rauf zum Klein Matterhorn.

Der Matterhorn Glacier Ride ist die höchste Seilbahn der Schweiz.

Der Matterhorn Glacier Ride ist die höchste Seilbahn der Schweiz.

Nicole Schafer Photo & Film

Die Letzte in der Hütte

Hinten im Bild sehen wir: Eine Redaktorin in Panik. Deutlich erkennbar.

Hinten im Bild sehen wir: Eine Redaktorin in Panik. Deutlich erkennbar.

Nicole Schafer Photo & Film

Oben angekommen, liegen die ersten 3883 Meter schon hinter uns. Eigentlich. Denn um zur Berghütte zu gelangen, in der wir die Nacht vor dem Aufstieg verbringen, müssen wir erst noch 400 Meter nach unten. Mit Steigeisen. Auf einer schwarzen Piste. Meine Knie und mein Kopf sind alles andere als begeistert, meine Unsicherheit übernimmt die Kontrolle. Im Klartext heisst das: Als ich im Rifugio Guide del Cervino ankomme, bin ich die Letzte unserer Gruppe und komplett durchgeschwitzt. Mein Körper lässt mich deutlich spüren, warum ich normalerweise über Skincare schreibe, statt über Bergspitzen.

Zur Belohnung für den Abstieg gibts im Rifugio Pasta und Wein.

Zur Belohnung für den Abstieg gibts im Rifugio Pasta und Wein.

Nicole Schafer Photo & Film

Während ich einen Teller Pasta verschlinge, absolvieren unsere Bergführerinnen – mittlerweile ist mit Ramona Volken noch eine Dritte zu uns gestossen – vor dem Rifugio ein HIIT-Workout. Wie ich mithalten soll, ist mir schleierhaft.

White out

Für diesen Sonnenaufgang hat sich der frühe Weckruf gelohnt.

Für diesen Sonnenaufgang hat sich der frühe Weckruf gelohnt.

Nicole Schafer Photo & Film

Am nächsten Morgen geht es um 5.00 Uhr aus dem Bett. Packen, frühstücken – eine Stunde später setzen wir uns in Bewegung in Richtung Breithorn. Und falls die Frage aufkommt: Ja, die schwarze Piste, die wir gestern heruntergelaufen sind, müssen wir heute wieder rauf.

Mit Seilen wird sichergestellt, dass niemand verloren geht oder abrutscht.

Mit Seilen wird sichergestellt, dass niemand verloren geht oder abrutscht.

Nicole Schafer Photo & Film

Danach teilen uns Caro, Caroline und Ramona in drei Gruppen auf, sichern uns mit einem Seil aneinander und führen uns über den Gletscher. Die Anstrengung hält sich in Grenzen. Was mich dafür fertigmacht: Weder Horizont noch Himmel sind zu erkennen. Vor, hinter, über und unter uns ist es einfach … weiss.

Hoch auf den Gipfel

Langsam rückt der Gipfel näher.

Langsam rückt der Gipfel näher.

Nicole Schafer Photo & Film

Mit grösserer Steigung verkürzen wir den Abstand und binden das Seil enger. Dank Steigeisen und Eispickel lässt sich der Weg selbst auf vereisten Stellen gut bewältigen. Nach etwa zwei Stunden haben wir es geschafft: Wir stehen auf dem Gipfel des Breithorns – und plötzlich brechen die Wolken auf. Wir haben freie Sicht auf die Gletscherlandschaft und das Matterhorn strahlt uns an und die Sonne scheint.

Vom Gipfel des Breithorns aus haben wir beste Sicht auf das Matterhorn.

Vom Gipfel des Breithorns aus haben wir beste Sicht auf das Matterhorn.

Elena Bianco

Ich höre aus dem Off, wie die Mountain Guides meine fotoknipsenden Kolleginnen zur «Gratitude» drängen – persönlich bin ich längst da angekommen. Dass ich gerade in dieser Landschaft stehe, kann ich kaum glauben. Gestern hatte ich Caroline noch gefragt, wie sie das Gefühl auf einem 4000er-Gipfel beschreiben würden. «Frei», sagte sie. Das kann ich jetzt nachempfinden. Umso mehr, als wir zwei Stunden später zurück in der Seilbahn sitzen und das Breithorn aus der Ferne bestaunen. Da standen wir gerade noch, haben den Aufstieg gemeistert und sind gemeinsam heil wieder angekommen. Wir sind frei.

Nach zwei Stunden ist der Gipfel erreicht. Alle Teilnehmerinnen haben es geschafft. 

Nach zwei Stunden ist der Gipfel erreicht. Alle Teilnehmerinnen haben es geschafft.

Nicole Schafer Photo & Film

Du willst selbst los?

Wer die Erfahrung selbst machen möchte, findet geführte Touren auf das Breithorn und andere 4000er in der Schweiz auf MySwitzerland.com.

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Schweiz Tourismus.

My 20 Minuten

Als Mitglied wirst du Teil der 20-Minuten-Community und profitierst täglich von tollen Benefits und exklusiven Wettbewerben!

Deine Meinung

0 Kommentare