Niklas Persson: «Als Arno anfragte, konnte ich gar nicht ‹Nein› sagen»

Aktualisiert

Niklas Persson«Als Arno anfragte, konnte ich gar nicht ‹Nein› sagen»

Mit den Lakers muss Niklas Persson unten durch. Mit dem HC Davos steht der schwedische Weltmeister jetzt im Spengler-Cup-Halbfinal – aber als Balsam für die Seele sieht er das nicht.

von
Marcel Allemann

Im Frühling wurden Sie mit Schweden Weltmeister. Was bedeutet es Ihnen, dieses Jahr nun mit Ihrer ersten Teilnahme am Spengler Cup abzuschliessen?

Niklas Persson: Sehr viel. Der Spengler Cup ist ein Turnier mit einer grossen Tradition, das kennt man auf der Hockeywelt. Als Arno Del Curto mich anfragte, konnte ich gar nicht nein sagen. Es ist eine grosse Ehre, hier zu sein.

Ist es auch ein wenig Erholung für Ihre Seele, da die Situation bei den Lakers als abgeschlagener Tabellenletzter sehr schwierig ist?

Nein, nein, so würde ich das nicht sehen. Ich bin hier um dem Team zu helfen und mein Spiel zu spielen, genau gleich wie ich das bei den Lakers auch tue. Sie haben recht, die Situation ist im Moment schwierig, aber dies ändert nichts an der Tatsache, dass ich mich in Rapperswil sehr wohl fühle. Wir müssen jetzt einfach einen Weg finden, wie wir aus dieser schwierigen Situation herauskommen.

Beim Davoser Startspiel gegen Vitkovice passten Sie noch, da dies so vereinbart war. Haben Sie das Spiel überhaupt gesehen?

Nein, da befand ich mich zusammen mit Nicklas Danielsson im Flugzeug, denn wir waren über die Weihnachtstage in Schweden, um unsere Familien zu sehen. Am späten Freitagabend sind wir dann in Davos angekommen, bestritten am Samstagmittag das Warm-Up und dann ging es los.

Wie verlief die späte Integration ins neue Team?

Es war zwar alles neu, aber solche Sachen verlaufen in der Hockeywelt jeweils problemlos. Und beim HC Davos, wo traditionell jeweils Verstärkungsspieler für den Spengler Cup dazu kommen, ohnehin. Die neuen Teamkollegen umsorgen uns hervorragend.

Sie bildeten zusammen mit Marcus Paulsson und Nicklas Danielsson einen rein schwedischen Sturm, dazu sind die Davoser Trikots blau/gelb. Haben Sie sich nicht ein wenig gefühlt, als würden Sie für die schwedische Nationalmannschaft spielen?

Ja, wenn die weissen Elemente auf dem Trikot nicht wären, könnte man tatsächlich meinen, es sei das schwedische Nationaltrikot (lacht). Arno hat uns gestern gesagt, dass wir einen rein schwedischen Sturm bilden werden und das ist natürlich toll für uns.

Nach dem 3:2 gegen das Team Canada steht Davos vorzeitig im Halbfinal. Da könnte es zum Duell gegen ZSKA Moskau kommen, Ihrem Ex-Klub in der KHL. Das wäre wohl sehr speziell ...

Ist das wirklich so? Wow! Das wäre wirklich sehr speziell – und für mich grossartig. Da sind so viele Spieler dabei, die letzte Saison noch meine Teamkollegen waren und der General Manager (Sergej Fedorow; die Red.) spielt, wie ich gehört habe, auch noch mit. Da würde ich dann schon schauen, dass ich ihm ein paar Checks mit auf den Weg gebe (lacht). Zudem habe ich mit einigen ZSKA-Spielern noch eine Rechnung offen aus der letzten Woche, als wir mit Schweden ein Länderspiel gegen Russland verloren haben.

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