Diebstahl in Bazenheid SG – «Als das Kunstwerk verschwunden ist, sind Tränen geflossen»
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Diebstahl in Bazenheid SG «Als das Kunstwerk verschwunden ist, sind Tränen geflossen»

Die 17-jährige Angelika ist traurig: An einem Adventsmarkt stellte sie ihre selbstgemachte Kupferrose zur Schau. Doch statt Anerkennung zu ernten, wurde sie bestohlen.

von
Vincent Vogler
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Diese Kupferrose hat eine 17-jährige Erstlernende gemacht.

Diese Kupferrose hat eine 17-jährige Erstlernende gemacht.

Facebook/Toggenburger Schmiede- und Werkzeugmuseum
Am jährlichen Adventsmarkt des Vereins «Toggenburger Schmiede- und Werkzeugmuseum» präsentierte das Mädchen seine Rose den Besucherinnen und Besuchern.

Am jährlichen Adventsmarkt des Vereins «Toggenburger Schmiede- und Werkzeugmuseum» präsentierte das Mädchen seine Rose den Besucherinnen und Besuchern.

Markus Frick
Viele Erstlernende können den Markt dafür nutzen, um ihre Projekte zu zeigen.

Viele Erstlernende können den Markt dafür nutzen, um ihre Projekte zu zeigen.

Markus Frick

Darum gehts

  • Am Samstag der vergangenen Woche startete der Adventsmarkt des Vereins «Toggenburger Schmiede- und Werkzeugmuseum» in Bazenheid SG.

  • Einige Erstlernende aus der Schmiede-Branche sind vor Ort und zeigen ihre Werke.

  • Der 17-jährigen Angelika wurde am Markt eine Kupferrose gestohlen.

  • Das Mädchen ist niedergeschlagen. Der Verein versucht nun, den Dieb ausfindig zu machen.

Weihnachtliche Stimmung, gute Laune und schöne Märkte – so stellt man sich einen Adventsmarkt vor. Mit diesen Gedanken öffnete auch der Verein «Toggenburger Schmiede- und Werkzeugmuseum» am Samstag vor einer Woche seinen jährlichen Adventsmarkt in Bazenheid SG. Für den Verein ist es eine Möglichkeit, sich zu zeigen, Menschen zusammenzubringen und diversen Schmieden eine Plattform für ihre Werke zu bieten. So waren in diesem Jahr auch einige Erstlernende aus der Schmiede-Branche mit dabei und stellten vor Ort ihre Arbeiten zur Schau.

Aus der Freude am feierlichen Zusammensein wurde aber schnell Ärger und Enttäuschung: «Eine unbekannte Person hat am ersten Tag eine wunderschöne Kupferrose gestohlen», sagt Markus Frick, Präsident des «Toggenburger Schmiede- und Werkzeugmuseums». Sie sei das Projekt einer 17-jährigen Erstlernende gewesen und stolz von ihr an einem der Märkte präsentiert worden. «Die Rose ist ein Unikat und hatte einen hohen emotionalen Wert für das Mädchen», so Frick. Zum Verkauf sei sie nicht gestanden. Solche Projekte würden eher ausgestellt, um zu zeigen, was die Jungen geleistet haben.

«Aus einer Rose werden Tränen»

Beim Präsidenten sorgt dieser Diebstahl für absolutes Unverständnis, vor allem, da es sich bei dem Objekt nicht um etwas handle, das materiell wertvoll sei. Sieben Stunden habe die 17-jährigen Angelika mit Herzblut an der Rose gearbeitet. «Als sie verschwunden ist, sind bei ihr einige Tränen geflossen», sagt Frick. Ihr Lehrmeister habe ihr nun angeboten, das Projekt ein zweites Mal anzugehen. Währenddessen versucht der Verein, das Kunstwerk zurückzubekommen.

Dafür wendet er sich in den sozialen Medien an seine Leserschaft und an den Dieb. «Aus einer Rose werden Tränen», schreibt das «Toggenburger Schmiede- und Werkzeugmuseum» auf seiner offiziellen Facebookseite. Darunter erklären sie, was passiert ist. Im letzten Satz bringt der Verein seine Hoffnung zum Ausdruck, dass sich der Dieb reuig zeigt und die Rose zurückbringt. «Es wäre toll, wenn sie irgendwo deponiert werden würde, sodass wir sie zurückbekommen», erklärt der Präsident. Immerhin kann der Verein auf die Hilfe der Online-Community zählen: «Noch nie wurde einer unserer Beiträge so oft geteilt.» 186 User haben die Information bereits verbreitet. Vielleicht findet die Rose ja doch noch ihren Weg zurück zu Angelika.

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