Ende des Einreiseverbots: Als Held gefeiert, als Gefährder verflucht
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Ende des EinreiseverbotsAls Held gefeiert, als Gefährder verflucht

US-Bundesrichter James Robart hat Trumps Einreisesperre vorerst aufgehoben. Die Reaktionen im Netz zeigen, wie gespalten die USA sind.

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foa/mch
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Zusätzliche Massnahmen sollen folgen: Am John F. Kennedy Flughafen in New York werden Passagiere kontrolliert. (31. Januar 2017)

Zusätzliche Massnahmen sollen folgen: Am John F. Kennedy Flughafen in New York werden Passagiere kontrolliert. (31. Januar 2017)

Keystone/Mark Lennihan
Stärkere Überprüfung: John Kelly von Homeland Security bei der Anhörung im Innenausschuss des US-Repräsentantenhauses am 7. Februar 2017 in Washington.

Stärkere Überprüfung: John Kelly von Homeland Security bei der Anhörung im Innenausschuss des US-Repräsentantenhauses am 7. Februar 2017 in Washington.

AFP/Getty/Mario Tama
Ein Demonstrant in Seattle mit einem Schild: «Ich unterstütze Bob und Immigranten». Er meint damit Bob Ferguson, den Generalstaatsanwalt im Bundesstaat Washington, der die Klage gegen Trumps Einreisesperre eingereicht hat. (3. Februar 2017)

Ein Demonstrant in Seattle mit einem Schild: «Ich unterstütze Bob und Immigranten». Er meint damit Bob Ferguson, den Generalstaatsanwalt im Bundesstaat Washington, der die Klage gegen Trumps Einreisesperre eingereicht hat. (3. Februar 2017)

Keystone/Ted S. Warren/AP

Viele Menschen haben gegen Donald Trumps veranlasste Einreisesperre gegen Menschen aus sieben vorwiegend muslimische Länder demonstriert. Die Gegner sind folglich US-Bundesrichter James Robart aus Seattle dankbar für dessen Urteil.

Auf Twitter danken User ihm: «Sie sind ein amerikanischer Held und ein Patriot. Danke.»

«Sie sind ein wahrer Held.» Begründet wird die Aussage zusätzlich mit dem 2015 geäusserten Satz des Richters, dass die Leben von Afroamerikanern zählen.

Mache sehen ihn dem Richter sogar ein Staatsoberhaupt: «James Robart soll Präsident werden.»

Andere wiederum nehmen das Kräftemessen zwischen Regierung und Gesetz zum Anlass für eine Wette: «Ich wette, dass Donald Trump ihn bald persönlich attackieren wird. In 3, 2, ...»

Doch die Gegenseite ist ebenso stark. Auf den sozialen Medien verurteilen viele Amerikaner den Entscheid des Richters und machen klar: «all das vergossene Blut wird an Ihren Händen kleben.»

Dieser US-Bürger empfindet den Entscheid als unverhältnismässig: «James Robart muss ein höllisches EGO haben, um zu denken, dass er das moralische Recht besitzt das Leben von 350'000'000 Menschen zu riskieren – nur damit andere nicht beleidigt sind.»

«Verhaftet ihn sofort!», fordert ein weiterer Twitterer.

International fallen die Reaktionen meist positiv aus. So erntet Robart zum Beispiel virtuellen Applaus aus.

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