Aktualisiert 30.08.2019 04:39

Marco Fritsche

«Als Henkersmahlzeit gäbe es ein Bier»

Seit über zehn Jahren verkuppelt Marco Fritsche in «Bauer, ledig, sucht... » einsame Bauern. Im Interview verrät er, wie sein perfektes Date aussieht und wie er einen Kater kuriert.

von
lme
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Seit über zehn Jahren moderiert Marco Fritsche (42) zusammen mit Christa Rigozzi (36) die Kuppel-Sendung «Bauer, ledig, sucht...» auf 3+. Seine Leidenschaft gilt aber nicht nur glücklichen Bauern-Herzen, auch einem guten Essen kann der Appenzeller nicht widerstehen.

Seit über zehn Jahren moderiert Marco Fritsche (42) zusammen mit Christa Rigozzi (36) die Kuppel-Sendung «Bauer, ledig, sucht...» auf 3+. Seine Leidenschaft gilt aber nicht nur glücklichen Bauern-Herzen, auch einem guten Essen kann der Appenzeller nicht widerstehen.

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Besonders gerne mag er die Küche aus seinem Heimatkanton Appenzell: «Chäs-Maggerone (mit oder ohne Südwöscht), Chäs-Schoppen (das ist altes, trockenes Brot, angeweicht mit Milch, gewürzt mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und dann eine Chäsmischung vom Sutter Appenzell oder vom Chäslädeli im Dorf).»

Besonders gerne mag er die Küche aus seinem Heimatkanton Appenzell: «Chäs-Maggerone (mit oder ohne Südwöscht), Chäs-Schoppen (das ist altes, trockenes Brot, angeweicht mit Milch, gewürzt mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und dann eine Chäsmischung vom Sutter Appenzell oder vom Chäslädeli im Dorf).»

Instagram Marco Fritsche
Zusammen mit seinem Ehemann Martin Arnold unternahm der TV-Mann dieses Jahr eine Reise nach Japan und brachte kulinarische Erlebnisse mit. «Wir haben einen Zwischenstopp in Kobe eingelegt. Und das viel gerühmte Kobe-Rind war wirklich eine kulinarische Offenbarung», schwärmt Marco Fritsche.

Zusammen mit seinem Ehemann Martin Arnold unternahm der TV-Mann dieses Jahr eine Reise nach Japan und brachte kulinarische Erlebnisse mit. «Wir haben einen Zwischenstopp in Kobe eingelegt. Und das viel gerühmte Kobe-Rind war wirklich eine kulinarische Offenbarung», schwärmt Marco Fritsche.

Instagram Marco Fritsche

Marco Fritsche, was ist Ihr Lieblingsessen?

Ich bin da sehr rustikal unterwegs, kann mich aber nicht auf ein Gericht beschränken. Fondue, Raclette, Chäsmaggerone mit oder ohne Südwöscht, Chäs-Schoppen, das ist altes trockenes Brot, angeweicht mit Milch, gewürzt mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und dann eine Chäsmischung vom Sutter Appenzell oder vom Chäslädeli im Dorf.

Vor welchem Essen ekeln Sie sich?

Da ist mir bis dato wenig begegnet, dass ich nicht essen will oder kann. Auch Insekten-Food oder Snacks habe ich schon probiert. Leberli (die gesund wären) mag ich nicht besonders, aber ekeln wäre das falsche Wort in dem Zusammenhang.

An welches kulinarische Erlebnis werden Sie sich Ihr Leben lang erinnern?

Auf unserer Japan-Reise in diesem Frühling haben mein Mann und ich auch einen Zwischenstopp in Kobe eingelegt. Und das viel gerühmte Kobe-Rind war wirklich eine kulinarische Offenbarung! In der Schweiz gibt es zum Glück auch das Kabier-Rind vom Bauer Dähler in meiner Gegend. Das ist auch wahnsinnig lecker – mit etwas weniger PR-Brimborium.

«Beim Date ist das Gegenüber wichtig»

Was wäre Ihre Henkersmahlzeit?

Ich glaube, da würde ich mich mit einem Quöllfrisch zufriedengeben. Dem Tod ins Auge blicken möchte ich lieber in guter Stimmung statt vollgefressen.

Wie sieht Ihr perfektes Candle-Light-Dinner aus?

Da ist das Gegenüber – sprich mein Mann – das Wichtigste. Kulinarisch bin ich da weniger festgefahren.

Mit welchem Essen könnte man Sie verführen?

Mit Dessert allgemein und Mousse au Chocolat im Speziellen kriegt man mich sicher rum.

«Mehr kochen, wäre sinnvoll»

Wie wichtig sind Ihnen gute Tischmanieren bei einem Date?

Sehr wichtig! Man muss sich nicht immer streng an die Knigge-Vorgaben halten (zu Hause schlecke ich auch mal meinen Teller aus, wenn die Sauce danach verlangt), aber kennen sollte man das Einmaleins der Tischmanieren auf jeden Fall. Und es eben auch anwenden im Restaurant, bei Einladungen oder einem Date.

Wie oft kochen Sie zu Hause?

Weniger als gut oder sinnvoll wäre, aber genug, um nicht zu verhungern!

Was ist Ihr Signature-Dish?

Chäs-Schoppen und Chäsmaggerone nach dem Rezept von Mutter Fritsche kann ich wirklich gut. Aber: Nichts ist so fein wie Futtern bei Muttern!

«Im Gemüsefach lagere ich Bier»

Was haben Sie immer im Kühlschrank?

Mein Gemüsefach ist leicht zweckentfremdet für Bier. Daneben hat es immer Milch für meinen Morgenkaffee und praktisch immer Schmalz und Confi (selbstgemachte von Mutter Fritsche). Seit neustem stehen da auch immer ein, zwei Fläschchen Cold-Brew-Kaffee für den Koffein-Kick zwischendurch.

Haben Sie kulinarische Guilty Pleasures?

Alles, was süss ist und dick macht. In meiner Küche hat es eine extra Schublade voll mit Schokolade, Gummibärchen, Chips, Primavera-Erdbeeren und meist auch Pralinés. Zum Glück muss ich von meinem Bett im obersten Stock eine Treppe hinunter- und wieder hochlaufen, wenn mich der Gloscht auf ein Bettmümpfeli überkommt.

Wer ist für Sie die beste Köchin der Welt?

Meine Mutter habe ich schon mehrmals erwähnt. Sie belegt den unbestrittenen Spitzenplatz. Dicht gefolgt von meiner Schwiegermutter Isabel, die sowohl österreichische als auch chilenische Spezialitäten kocht wie eine Göttin am Herd.

«Ist der Abend schön, nehme ich einen Kater in Kauf»

Wie viele Flaschen Wein lagern in Ihrem Keller?

Im Keller habe ich bestimmt so an die 80 bis 100 Flaschen Wein.

Wann haben Sie zum letzten Mal zu viel getrunken?

Zuviel ist immer relativ (lacht). Wenn der Abend anregend, amüsant und gesprächig ist, dann nehme ich auch mal einen leichter Kater am Folgetag in Kauf. Allerdings bin ich als apéro- und festfreudiger Zeitgenosse gerüstet und habe immer ein gutes Mittel gegen Kater im Haus.

Wie sieht das perfekte Katerfrühstück aus?

Mein doppelter Espresso mit einer Kanne Grüntee hat mich schon öfter zurück ins Leben geholt. Mein Mann ist als gute Seele jeweils mit Schinken-Käse-Toast am Start, um mich zu reanimieren.

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