FCB-Fink: «Als ich endlich aufbrach, wurde es hell»
Aktualisiert

FCB-Fink«Als ich endlich aufbrach, wurde es hell»

Die Spieler des FCB genossen die Meisternacht in vollen Zügen und feierten mit den Fans bis früh in den Morgen.

von
Jonas Hoskyn
Die Fans entfalten eine grosse Blache an der Meisterfeier als Symbol für den 12. Mann. (Foto: Keystone)

Die Fans entfalten eine grosse Blache an der Meisterfeier als Symbol für den 12. Mann. (Foto: Keystone)

Als die Mannschaft kurz nach halb eins in der Früh auf dem Barfüsserplatz eintraf, feierten die Fans dort schon seit über einer Stunde. Und auch im Papa Joe's waren alle bester Laune: «Ich bin extrem stolz», so Filmproduzent Arthur Cohn, der gerade erst aus Los Angeles zurückgekommen war. «Zum Glück musste ich dieses Mal nicht bis zur letzten Sekunde zittern.» Und auch Stadion­erbauer Jacques Herzog – «als Fussball-Fan eher ein Pessimist» – zog genüsslich an seiner Siegerzigarre: «Es macht mich stolz, in einer Stadt zu leben, in der die Menschen so mit dem Fussball mitleben.» Und auch Regierungspräsident Guy Morin liess es sich nicht nehmen, persönlich zu gratulieren. «Nach der Finalissima gegen YB konnte ich Alexander Tschäppat wunderbar hochnehmen», so Morin. «Aber ich glaube, Corine Mauch interessiert sich nicht für Fussball.»

Die FCB-Stars genossen derweil ihre Siegesnacht in vollen Zügen: Nach der offiziellen Meisterfeier im Stadtcasino zogen sie weiter ins Bodega zum Strauss, danach feierten sie bis in die frühen Morgenstunden im Acqua. «Es wurde ein ziemlich feuchtfröhlicher Abend», so FCB-Trainer Thorsten Fink gestern. «Und als ich endlich aufbrach, wurde es schon hell.»

Sogar einen Soundtrack zum Titelgewinn gibt es mittlerweile: Die Rap-Combo Triple­Nine hat in weiser Voraussicht Anfang Woche den «Maischtertrack 2011» aufgenommen und kurz nach dem Sieg ins Netz gestellt. Dort machen sie klar: «Mir hän dr ­Titel, euch blybt d Bundes­fyyr.»

Der FCB feiert in Basels Strassen

Mehr Abfall als beim Ändstraich

Friedlich, aber jede Menge Abfall – diese Bilanz zogen die Behörden gestern zur Meisterfeier. «Auch für uns war es eine höchst erfreuliche Sache», so Klaus Mannhart von der Basler Polizei. Mehr zu tun hatte die Stadtreinigung: Satte 15 Tonnen Abfall mussten die 36 Mann der Putzequipe um 4 Uhr auf dem Barfi zusammenkehren. «Der Platz sah übler aus als jeweils nach dem Ändstraich», so Alexander Isenburg von der Stadtreinigung.

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