J.J. Abrams: «Als Kind träumte ich von Monstern»
Aktualisiert

J.J. Abrams«Als Kind träumte ich von Monstern»

J.J.Abrams' Sci-Fi-Abenteuer «Super 8» eröffnete gestern das
64. Filmfestival in Locarno. 20 Minuten traf das Hollywood-Wunderkind zum Interview.

von
Raya Abirached

Regisseur J.J. Abrams im Interview.

In «Super 8» drehen Jugendliche einen Film. Sehen Sie darin Parallelen zu Ihrer eigenen Jugend?

J. J. Abrams: Der Film wurde davon inspiriert, dass ich als Kind selbst Filme mit einer Super-8-Kamera drehte. Ich rief Steven Spielberg an und fragte ihn, ob er einen solchen Film produzieren würde. Da er die gleiche Erfahrung gemacht hatte, sagte er zu.

Das Ergebnis erinnert stark an «E.T.» oder «Goonies». Zufall?

Meine Jugend wurde von Spielbergs Filmen sehr beeinflusst. Jetzt war es mir wichtig, ein Gefühl für die Jugendlichen zu dieser Zeit zu bekommen, und das macht die Atmosphäre des Films aus.

Super 8

Sie sind berüchtigt für Ihre Geheimhaltung neuer Projekte. Auch über «Super 8» wird im Vorfeld nicht viel verraten.

Ich selbst will Filme sehen, wenn ich mich auf sie freue und neugierig bin. Diese Erfahrung darf nicht ruiniert werden.

Super 8

Trotzdem scheint in «Super 8» alles auf ein mysteriöses Wesen hinzudeuten.

Ein Wesen, ein Monster oder etwas Ausserirdisches einzubauen, dient dem Film allein dann, wenn dadurch bestimmte Aspekte der Hauptfiguren beleuchtet werden. Das Wesen ist nur eine Möglichkeit, die Gefühle und Probleme der Menschen nach aussen zu tragen, wie eine Metapher. Der Film hat mir so viel Spass gemacht, da ich solche Dinge bereits als Kind liebte und von ihnen träumte.

«Super 8» läuft ab heute im Kino.

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