Aktualisiert 05.06.2019 10:03

BMW M8 Competition

Als M wird der 8er zum edlen Spitzensportler

BMW schärft den Achter nach und rüstet ihn mit dem bekannten 4,4 Liter-V8 aus, allerdings in der Version «Competition». Der Druck auf Porsche & Co. wird nicht kleiner.

von
Thomas Geiger
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Obwohl der Achter auch in der M-Version eine Luxuslounge aus Lack und Leder bleibt, beschleunigt er wie ein puristischer Spitzensportler: Das Coupé hat die 100 nach 3,2 Sekunden hinter sich gelassen, das Cabrio schafft das in 3,3 Sekunden und Schluss ist nur formal bei 250 Sachen.

Obwohl der Achter auch in der M-Version eine Luxuslounge aus Lack und Leder bleibt, beschleunigt er wie ein puristischer Spitzensportler: Das Coupé hat die 100 nach 3,2 Sekunden hinter sich gelassen, das Cabrio schafft das in 3,3 Sekunden und Schluss ist nur formal bei 250 Sachen.

BMW
Wer im Herbst mit dem M8 Competition vom Hof seines Händlers fährt, der startet tatsächlich zu einem Training mit höchster Intensität und lässt sich die Länge der Intervalle allenfalls vom Tankwart diktieren.

Wer im Herbst mit dem M8 Competition vom Hof seines Händlers fährt, der startet tatsächlich zu einem Training mit höchster Intensität und lässt sich die Länge der Intervalle allenfalls vom Tankwart diktieren.

BMW
Formen, die nur so vor Kraft strotzen. Schon der normale Achter ist mit seiner endlos langen Haube, den lasziv ausgestellten Hüften und dem verführerisch breiten Hintern eine Provokation für die vornehme PS-Elite.

Formen, die nur so vor Kraft strotzen. Schon der normale Achter ist mit seiner endlos langen Haube, den lasziv ausgestellten Hüften und dem verführerisch breiten Hintern eine Provokation für die vornehme PS-Elite.

BMW

Nachdem schon das Serienmodell gleichermassen auf Luxusliner wie das Coupé der Mercedes S-Klasse und Sportwagen wie den 911 zielt, verschiebt die M GmbH, BMWs Tuning-Schmiede, den Massstab jetzt noch ein bisschen weiter auf die sportliche Seite: Sie schickt die Haute Volée mit Coupé und Cabrio des M8 zum Hit-Training. Denn wer im Herbst mit einem der beiden Sportler vom Hof seines Händlers fährt, der startet tatsächlich zu einem Training mit höchster Intensität und lässt sich die Länge der Intervalle allenfalls vom Tankwart diktieren.

Schrittmacher ist dabei ein Motor, der zurecht als Sahnestück der M GmbH gilt: Der 4,4 Liter grosse V8-Twinturbo, der auch im M5 zum Einsatz kommt. Er leistet im Rest der Welt schon imposante 600 PS und 725 Nm, kommt bei uns aber nur als «Competition» und spendiert der Kundschaft damit gleich noch einen Nachschlag: 625 PS stehen dann im Datenblatt und auch wenn sich am Drehmoment nichts ändert, sieht die Kurve der Anzugskraft ein bisschen anders aus und der Achtzylinder hält das Maximum bis 5'800 Touren. Ausserdem gibt es für den «Competition» eigene Motorlager, die für eine noch steifere Anbindung und einen besseren Kraftschluss sorgen.

Atemberaubende Fahrleistungen

Denn obwohl der Achter auch in der M-Version eine Luxuslounge aus Lack und Leder bleibt, beschleunigt er wie ein puristischer Spitzensportler: Das Coupé hat die 100 nach 3,2 Sekunden hinter sich gelassen, das Cabrio schafft das in 3,3 Sekunden und Schluss ist nur formal bei 250 Sachen. Mit dem M Drivers Package bekommt der Achter Auslauf bis 305 km/h und fährt so vielen Sportwagen locker und lässig davon.

Wie der Motor stammt auch der Rest des Antriebs aus dem M5. Das gilt für die rasend schnelle Achtgangautomatik mit den individuell regulierbaren Schaltzeiten genauso wie für den Allradantrieb, mit dem man ziemlich stufenlos zwischen Sicherheit und Spass spielen kann. Denn im Standard-Setup fährt der M8 damit wie auf Schienen, wird im Sport-Modus ein bisschen agiler und leichter auf der Hinterachse, und mit abgehängter Vorderachse zu einer Heckschleuder alter Schule, versprechen die Ingenieure.

Eine Provokation für die vornehme PS-Elite

Garniert wird das Ganze mit einem Design, das nur so vor Kraft strotzt. Schon der normale Achter ist mit seiner endlos langen Haube, den lasziv ausgestellten Hüften und dem verführerisch breiten Hintern eine Provokation für die vornehme PS-Elite. Doch nach dem Bodybuilding in Garching wird der Zweitürer zum ausgestreckten Mittelfinger, der sich nur noch der Form halber in Samt und Seide hüllt. Natürlich sind sie bei der M GmbH noch immer sauer, dass sie anders als AMG mit dem GT oder Audi Sport mit dem R8 keinen eigenen Sportwagen bauen dürfen. Doch mit dem M8 schwimmen sie sich wieder ein Stückchen weiter frei und kanalisieren ihren Frust in einer faszinierenden Fahrmaschine.

Und dabei sind sie nicht nur mit dem Faszinationswert und den Fahrleistungen auf Augenhöhe mit der Konkurrenz, sondern auch in einer Disziplin, die sehr viel nüchterner ist: Beim Preis. Denn los geht es für die anfangs November erhältlichen Competition-Varianten bei 222'000 Franken für das Coupé, und bei 230'900 Franken für das Cabrio.

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