«Als Nächsten Arafat»

Aktualisiert

«Als Nächsten Arafat»

Die Liquidierung des Hamas-Gründers Scheich Ahmed Jassin durch Israel ist von rechtsorientierten israelischen Politiker begrüsst worden. Einige forderten, dass als Nächstes Palästinenserpräsident Arafat getötet werden müsse.

Abgeordnete des linken Spektrums hingegen verurteilten die Tötung und warnten vor einer neuen Welle des Blutvergiessens.

Der israelische Finanzminister Benjamin Netanjahu (Likud) sagte, der Angriff beweise, «dass niemand, der dem Terror dient, immun» sei. Landwirtschaftsminister Israel Katz (Likud) meinte, Israel habe «unseren Bin Laden liquidiert». Juri Stern, Fraktionsvorsitzender der ultra-rechten Nationalen Union forderte, Israel müsse nun auch den Palästinenserpräsidenten Jassir Arafat gezielt töten.

Die Abgeordnete Juli Tamir von der oppositionellen Arbeitspartei sprach hingegen von einem «tragischen Fehler, der zu endlosem Blutvergiessen führen» werde. «Statt des Abzugs aus dem Gazastreifen wird es jetzt nur Krieg geben», meinte sie.

Auch Jossi Beilin warnte, Israel werde für diese Tat «einen teuren Blutzoll zahlen» müssen. Awschalom Wilan von der links- liberalen Meretz-Partei nannte den Raketenangriff auf Jassin «absoluten Wahnsinn».

(sda)

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