Tipps vom Flirtcoach: «Als Normalo sollte man kein Topmodel anflirten»
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Tipps vom Flirtcoach«Als Normalo sollte man kein Topmodel anflirten»

In mehr oder weniger ernstgemeinten Kommentaren verrieten unsere Leser, wieso sie niemand daten will. Flirtcoach Thomas Peter gibt Tipps, wie Langzeit-Singles zu einem Date kommen.

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Die Singles unter den 20-Minuten-Lesern haben uns in über 1300 Einsendungen und mehr als 360 Kommentaren verraten, weshalb sie niemand daten will. Die Erkenntnis: An fehlender Selbstironie unserer Leser kann es nicht liegen. Die einen glauben, sie seien Single wegen ihrem unpassenden Kleidungsstil: «Weil meine Schuhe völlig kaputt sind, aber ich sie dennoch trage, weil sie so bequem sind.» Andere kennen die Aussenwelt angeblich nur vom Hörensagen: «Weil ich Pokémon-Trainer bin.»

Dennoch, einige verzweifelte Singles wandten sich auch mit ernsthaften Flirtprobleme an uns. Das häufigste Hindernis: Schüchternheit.

Flirtcoach Thomas Peter steht den Suchenden mit Rat und Tat zur Seite. Der Flirtkurs-Veranstalter bestätigt das Problem: «Es ist die Angst vor ungewissen Erfahrungen und dann bauen sich die Menschen, vor allem Frauen, ein Schutzschild auf. Deshalb versuche ich, die Leute zum Umdenken zu bewegen. Mit jemandem in Kontakt zu treten, ist einfacher als man denkt. Denn eigentlich wird jeder gerne angesprochen.»

Also sollte man sich am besten einfach ein Herz fassen und der Person seiner Wahl einen ausgeklügelten Flirtspruch vortragen? «Diese verbrauchten, ausgeleierten Flirtsprüche sind nie eine gute Idee. Das Wichtigste beim Flirten ist Augenkontakt und ein freundlicher Gesichtsausdruck. Dann sollte man die Situation analysieren und diese für die Kontaktaufnahme ausnützen. Eine lockere, unaufdringliche Bemerkung über die aktuellen Gegebenheiten ist meistens der beste Anfang», erklärt Peter.

Samstagabend ist die falsche Zeit für Flirts

Sollten Sie sich jetzt aber vornehmen, dass Sie nächsten Samstagabend im Club die Sache gezielter angehen, dann würden Sie schon den nächsten Fehler begehen, macht Peter deutlich: «Es zeigt sich, dass besonders Frauen am Freitag- und Samstagabend im Ausgang das grösste Schutzschild aufbauen. Sie nehmen unbewusst an, dass sie unangenehm angebaggert werden.» Häufig sei es am Mittag oder Nachmittag einfacher, mit Menschen in Kontakt zu treten als am Abend. «Man muss das Gegenüber manchmal durch die Hintertür erwischen. In einem Moment, in dem sie gar nicht damit rechnen, dass jemand Kontakt mit ihnen herstellen möchte», verrät der Coach.

Nicht wenige unserer Leser-Singles gaben Äusserlichkeiten als Grund dafür an, dass niemand sie daten möchte. Peter erklärt, dass Studien und die Erfahrung zeigen, dass sich meistens Menschen finden, die sich bezüglich Attraktivität ungefähr ebenbürtig sind: «Es ist wenig erfolgversprechend, wenn ein Normalo immer nur Topmodels anspricht. Man sollte vielleicht mal seine Kollegen und Kolleginnen fragen: �‹Wie schätzt ihr mich ein?›»

«Wer scheu ist, soll das auch zeigen»

Und wenn es dann durch einen glücklichen Zufall doch einmal zu einer Verabredung kommen sollte? «Dann sollte man sich auf keinen Fall verstellen. Viele wollen sich von der besten Seite zeigen und dann kommt gar nicht die eigentliche Person rüber. Wer scheu ist, soll zeigen dass er scheu ist. Man kann dies bei einem Date auch direkt ansprechen, schliesslich geht es den meisten dabei ähnlich. Dann hat man gleich auch ein gemeinsames Thema und fühlt sich wohler, weil man weiss, dass es dem Gegenüber genauso geht wie einem selber.»

Haben auch Sie Tipps und Tricks für verzweifelte Singles und Alleingebliebene? Im Kommentarfeld können Sie mitdiskutieren!

Thomas Peter ist gelernter Schriftsetzer und veranstaltet seit vielen Jahren als Flirtcoach Flirtkurse. Waren es anfangs nur Gruppenkurse, sind in den letzten Jahren auch Einzel-, Telefon- und Vortragskurse dazu gekommen. Sogar per E-Mail ist Flirtcoaching möglich.

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