YB-Serie gegen Basel: Als «veryoungboysen» noch kein Begriff war
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YB-Serie gegen BaselAls «veryoungboysen» noch kein Begriff war

YB gegen den FCB am Sonntag ist ein Spitzenspiel verbunden mit der Frage: Wann hat YB eigentlich zuletzt mehr als zweimal hintereinander gegen den FC Basel gewonnen?

von
E. Tedesco
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27. September 2008: Carlos Varela jubelt mit seinen YB-Kollegen über einen 2:1-Sieg im Joggeli.

27. September 2008: Carlos Varela jubelt mit seinen YB-Kollegen über einen 2:1-Sieg im Joggeli.

Keystone/Patrick Straub
7. Februar 2009: 2:0 haben die Berner gegen Rotblau geführt. Marco Streller und Eren Derdiyok stellten en Gleichstand wieder her. Dann kam der grosse Auftritt von Thomas Häberli, der wenige Minuten vor Schluss zum 3:2 für YB traf.

7. Februar 2009: 2:0 haben die Berner gegen Rotblau geführt. Marco Streller und Eren Derdiyok stellten en Gleichstand wieder her. Dann kam der grosse Auftritt von Thomas Häberli, der wenige Minuten vor Schluss zum 3:2 für YB traf.

Keystone/Peter Klaunzer
30. August 2009: Alex Frei kann den FCB zwar in der 6. Minute zum 1:0 schiessen, Seydou Doumbia und Christian Schneuwly sorgen aber für einen Berner 2:1-Sieg.

30. August 2009: Alex Frei kann den FCB zwar in der 6. Minute zum 1:0 schiessen, Seydou Doumbia und Christian Schneuwly sorgen aber für einen Berner 2:1-Sieg.

Keystone/Georgios Kefalas

Selbst Experten oder eifrige Statistikgurus müssen tief in den Geschichtsbüchern kramen, bis sie die Antwort haben: Zwischen dem 27. September 2008 (2:1 im Joggeli) und dem 29. November 2009 (2:0 im Stade de Suisse) schafften die Berner das Kunststück, den grossen FC Basel fünfmal hintereinander zu schlagen. Was für eine Serie!

In diese Zeit fiel auch der denkwürdige 2:1-Erfolg der Gelbschwarzen am 30. August 2009 in Basel. Christian Schneuwly und Seydou Doumbia schossen die Tore zu jenem Sieg, der den Bernern zwischenzeitlich einen Tabellenvorsprung von 13 Punkten bescherte. Die Basler, damals unter dem neuen Trainer Thorsten Fink, mussten sich zuerst noch finden, der Meistertitel schien nach dieser Heimpleite meilenweit weg. Der Rest ist bekannt: YB «veryoungboyste» den grandiosen Vorsprung, der FCB stemmte im Sommer 2010 den Meisterkübel in die Höhe – es war der erste von insgesamt acht Titeln in Serie.

YB strahlt Sicherheit aus

Gewinnen die Young Boys am Sonntag, ziehen sie mit zehn Zählern Vorsprung in die Länderspielpause. Ein komfortables Polster. Beim FCB dagegen käme Unruhe auf. «Der Vorsprung wäre dann schon recht gross», sagt auch Renato Steffen auf den Spitzenkampf angesprochen. Denn anders als noch vor acht Jahren strahlt YB nun Sicherheit und Ruhe aus, Trainer Adi Hütter hat einen klaren Plan. Der FCB dagegen hat seit seinem Umbruch im Sommer viel Routine verloren.

Interessant ist ein Blick auf die Angriffsreihen. Beide Teams müssen dort auf ihren nominell stärksten Mann verzichten: YB reist ohne Guillaume Hoarau an, beim FCB kuriert Ricky van Wolfswinkel seinen Fussbruch aus. Die Berner haben die Lücke bislang eindeutig besser geschlossen.

Nsame zu wenig gut für den FCB

Roger Assalé und Jean-Pierre Nsame haben zusammen bereits 14 Ligatore erzielt, Neuzugang Nsame führt die Torschützenliste mit acht Toren an – hinter ihm folgt der verletzte Van Wolfswinkel mit sieben Treffern. Albian Ajeti, Dimitri Oberlin und Kevin Bua haben erst je zwei Goals auf dem Konto, ex YB-Flügel Renato Steffen wartet sogar immer noch auf sein erstes Saisontor.

Nsame war im Sommer beim FCB ein Thema, doch Neo-Sportchef Marco Streller sah von einer Verpflichtung ab. Eine der Konsequenzen davon: YB hat insgesamt zwölf Tore mehr erzielt als der Titelverteidiger (32:20). Allein dieser Aspekt verspricht Zündstoff.

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